Oststraße 9: Eigentümer kann sich Verkauf vorstellen
Schonfrist eine Chance für Erhalt?

Ahlen -

Neue Entwicklung im Streit um den Abriss des Hauses Oststraße 9: Nach dem Einspruch des ehrenamtlichen Denkmalpflegers sowie des Vereins „Stadtbildmacher“ hat sich der Eigentümer bereiterklärt, von seinem Vorhaben abzurücken. Allerdings nur, wenn sich in den nächsten vier bis acht Wochen ein alternativer Investor findet.

Donnerstag, 11.06.2015, 11:06 Uhr

Über ein faires Angebot  freuen sich Silke Büscher-Wagner (M.) und ihre Mitstreiter. Der Eigentümer des Gründerzeitbaus Oststraße 9 (kl. Bild) wäre bereit, vom Abrissvorhaben abzurücken – wenn sich in vier bis acht Wochen ein Investor findet.
Über ein faires Angebot  freuen sich Silke Büscher-Wagner (M.) und ihre Mitstreiter. Der Eigentümer des Gründerzeitbaus Oststraße 9 (kl. Bild) wäre bereit, vom Abrissvorhaben abzurücken – wenn sich in vier bis acht Wochen ein Investor findet. Foto: Christian Wolff

Der Protest der „Stadtbild macher“ zeigt Wirkung: Am Mittwoch gab es ein weiteres Gespräch mit dem Eigentümer der Oststraße 9. Für das Haus liegt seit längerem ein Abrissantrag vor, gegen den der Verein und der ehrenamtliche Denkmalpfleger Einspruch erheben. „Viel Zeit bleibt nicht mehr, dann verschwindet das Haus mit der markanten Fassade im Gründerzeitstil unwiederbringlich aus der Fußgängerzone Ahlen “, betont die Vorsitzende Silke Büscher-Wagner .

Der Eigentümer hat nun ein faires Angebot gemacht: Wenn sich in den kommenden vier bis acht Wochen ein neuer Investor findet, dann könnte er sich durchaus vorstellen, von den Abrissplänen abzurücken und das Haus zu verkaufen. Das sei dann eine Verhandlungssache, in der man sich fair verhalten wolle.

Das Gebäude Oststraße 9 soll abgerissen werden.

Das Gebäude Oststraße 9 soll abgerissen werden. Foto: Christian Wolff

Auf Nachfrage der „Stadtbildmacher“ sagte der Eigentümer sowohl einen möglichen Verkauf des Einzelgebäudes Oststraße 9 zu, als auch den Verkauf des gesamten Komplexes inklusive Nummer 7 (ehemals Schuhhaus Wischnewski). Die „Stadtbildmacher“ starten nun einen Aufruf und suchen nach einem möglichen Käufer. „Wir versuchen alles, was möglich ist, um dieses Gebäude doch noch zu retten“, sagt Büscher-Wagner. Interessenten können sich an den Verein wenden, der dann einen Kontakt zum Eigentümer vermittelt.

Zur Erinnerung: Das Objekt ist nur als „erhaltenswert“ in der Denkmalliste eingetragen. Schutz besteht nicht. Auffällig ist das Haus durch seine markante Fassade. „Eine Sanierung im Bestand ist durchaus möglich“, so die Vorsitzende. „Mit einer guten Beratung und einem erfahrenen Fachmann für Altbausanierung kann daraus wieder ein Schm uckstück der besonderen Art werden – zu bezahlbaren Preisen.“

Zum Thema

Kontakt: Verein „Ahlener Stadtbildmacher“, Vorstandsvorsitzende Silke Büscher-Wagner, Telefon 01 57 / 86 21 59 32, E-Mail ahlenerstadtbildmacher@t-online.de.

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