Straßennamen-Initiative enttäuscht
Keine Antwort von den Bürgermeisterkandidaten

Ahlen -

Dass sie die städtischen Plakattafeln und Dreieckständer nicht nutzen dürfen, um auf das anstehende Bürgerbegehren hinzuweisen, kann die Initiative zum Erhalt von vier Straßennamen nicht verstehen. Sie hätten sich ein Signal der Bürgermeisterkandidaten gewünscht.

Samstag, 18.07.2015, 08:07 Uhr

En ttäuscht ist die Initiative , die für die Beibehaltung von vier Straßennamen im Stadtgebiet kämpft, von den Bürgermeisterkandidaten. Obwohl sich bereits alle positiv oder negativ dazu geäußert hatten, ob Agnes-Miegel-Straße , Friedrich-Castelle-Weg, Karl-Wagenfeld-Platz und Pfitznerweg umbenannt werden sollen, gibt es derzeit keinen Dialog mit der Bürgerinitiative.

Sowohl bei Ursula Woltering als auch Dr. Alexander Berger und Rainer Giesecke sei angefragt worden, ob sie bereit seien, für den anstehenden Bürgerentscheid auf zwei Wochen Wahlwerbung zu verzichten, teilte Sprecher Dr. Detlef Girke am Donnerstag in einem Pressegespräch mit. In dieser Zeit könnten die städtischen Großtafeln und Dreieckständer dann zur Verfügung stehen, um auf den Bürgerentscheid am 16. August hinzuweisen. „Die Kandidaten hätten dann statt sechs immer noch vier Wochen Zeit, auf sich selbst aufmerksam zu machen“, erklärt Dirk Hachmeister. „Wir haben allerdings von allen drei Kandidaten bislang keine Antwort bekommen.“

Die Reaktionen von Woltering, Berger und Giesecke seien von Bedeutung, weil Bürgermeister Benedikt Ruhmöller der Initiative bereits eine Absage erteilt hat – mit dem Hinweis, der Bürgerentscheid sei keine Wahl (die „AZ“ berichtete). „Da frage ich mich doch, warum dann auf ein- und denselben Tafeln wochenlang für das Stadtfest geworben werden darf. Das Stadtfest ist auch keine Wahl“, kommentiert Hachmeister. „Einen Bürgerentscheid halte ich in unserer Demokratie für wichtiger.“

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