Zehn Jahre Haldenkreuz
Kreuz auch ein Zeichen der Freude

Ahlen -

Rund 250 Gläubige pilgerten am Samstagabend zum Haldenkreuz. Es war der zehnte Jahrestag, zu dessen Geburtstagsgottesdienst der Förderverein eingeladen hatte.

Sonntag, 16.08.2015, 16:08 Uhr

Vorsitzende Martina Jotzeit gab zu Füßen des Ahlener Berges einen Rückblick auf das Entstehungsjahr des höchsten Kreuzes im weiten Umkreis. „Zur Aufstellung anlässlich des 20. Weltjugendtages 2005 kamen damals rund 1000 Menschen mit uns auf die Halde“, erzählte Martina Jotzeit. Sie bedankte sich bei all den Sponsoren und Helfern, die das Projekt des großen Kreuzes möglich gemacht hatten.

„Für die unzähligen Vorarbeiten vom Fundament bis zum spektakulären Hubschraubereinsatz, um das große Holzkreuz aufzustellen, begegnete uns überall großes Entgegenkommen“, bedankte sich die Vorsitzende. Sie erinnerte daran, dass dieses Kreuz heute mehr sei als eine Landmarke. Passionsspiele und andere Aktionen hätten Kreuz und Stadt weithin bekanntgemacht.

Jesus wandelte Wasser in Wein für eine Party. Es ist auch ein Zeichen der Freude.

Pfarrerin Dr. Petra Gosda

Vertreter der christlichen Kirchen der Stadt gestalteten den ökumenischen Gottesdienst auf dem Weg die Halde hinauf. Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig predigte zur Symbolik des Kreuzes. Seine evangelische Kollegin, Pfarrerin Dr. Petra Gosda, stellte bei der Andacht auf dem Gipfel die Bedeutung des Symbols der Christenheit dar. Sie erinnerte daran, das Kreuz nicht nur als ein historisches Folterinstrument zu sehen. „Jesus wandelte Wasser in Wein für eine Party. Es ist auch ein Zeichen der Freude“, hielt die Theologin vor. Damit widersprach sie Vorstellungen, das Kreuz als Symbol der Christenheit gegen ein „freundlicheres“ Zeichen auszutauschen.

Das kann sich mit allen alpinen Gipfelkreuzen messen.

Pfarrer Ludger Kaulig

Neben all der spirituellen, erwarteten die Haldenpilger oben auch ganz handfest sinnliche Genüsse. Der Förderverein der Paul-Gerhardt-Kirche hatte für einen Getränke- und Grillstand gesorgt. Gestärkt konnten die Gläubigen, vor einem mit dramatischen Wolkenbildern bezogenen Himmel die Lichteffekte beobachten. Ein Team von Spezialisten illuminierte das Holzkreuz und den Weg dorthin in bunten Farben. Ein Spektakel, das sich effektvoll von dem immer dunkler werdenden Himmel abhob.

Viele Pilger machten sich auf den Weg vom Haldengipfel zum Fuße des bunt angestrahlten Kreuzes. Von dem sagte Dr. Kaulig: „Das kann sich mit allen alpinen Gipfelkreuzen messen. Schließlich haben die Ahlener ihren Berg selber aufgeschüttet“.

Für den Abstieg von der höchsten Erhebung der Region hatte sich der Förderverein noch etwas Nettes ausgedacht. Jeder Pilger erhielt ein kleines Windlicht mit dem Bild des Haldenkreuzes , um den mit Flammenschalen erleuchteten Weg zu beschreiten.

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