NRW-Wirtschaftsminister Duin bei WRW
Mittelständler mit Wachstumspotenzial

Ahlen -

Wie bekommt ein Ahlener Mittelständler Kontakt zur „großen“ Industrie? Einfach mal einen Wirtschaftsminister fragen. Dazu hatten Edmund Pilarski und Gerhard Auental Gelegenheit, als am Montag NRW-Minister Garrelt Duin zusammen mit Vertretern der SPD der Firma einen Besuch abstattete.

Montag, 31.08.2015, 18:08 Uhr

Wenn Edmund Pilarski (r.) seinen Betrieb erklärt, tut er das mit Leidenschaft. Bernhard Daldrup, Annette Watermann-Krass, Ulla Woltering und Minister Garrelt Duin ließen sich das Prinzip der Mehrschichtverbundrohre näher bringen.
Wenn Edmund Pilarski (r.) seinen Betrieb erklärt, tut er das mit Leidenschaft. Bernhard Daldrup, Annette Watermann-Krass, Ulla Woltering und Minister Garrelt Duin ließen sich das Prinzip der Mehrschichtverbundrohre näher bringen. Foto: Sabine Tegeler

WRW wächst. Die „Westfälischen Rohrwerke“ im Industriegebiet Olfetal bauen gerade ein neues Logistikcenter. Der Ahlener Hersteller von Mehrschichtverbundrohren will aber auch eine neue Zielgruppe erschließen und die Indu­strie als Kunden gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man sich gegen die etablierte Metallrohr-Lobby durchsetzen muss.

Gut, dass am Montagnachmittag Garrelt Duin zu Gast bei WRW war. Der NRW-Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk erwies sich als kompetenter Ansprechpartner und empfahl den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Edmund Pilarski und Gerhard Auental die Teilnahme am „Kunststoffcluster“ NRW , ein Netzwerk von Industrie, Universitäten und weiteren Anwendern. Entsprechende Informationen lasse er dem Ahlener Mittelständler gerne zukommen.

Garrelt Duin war nicht alleine gekommen. Begleitet wurde er von SPD-Bundestagsabgeordnetem Bernhard Daldrup, MdL Annette Watermann-Krass , Bürgermeisterkandidatin Ulla Woltering und örtlichen SPD-Vertretern.

Gerhard Auental stellte zunächst die außergewöhnliche Geschichte der WRW vor, berichtete, wie die damaligen Angestellten nach Schließung ihrer Firma beschlossen, selbstständig weiterzumachen. Und wie sie es mit großer Erfahrung und jeder Menge Herzblut schafften, einen Betrieb aufzubauen, der heute 75 Mitarbeiter hat, nach China und in die USA liefert und einen Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro verbucht. Eine Erfolgsstory, die auch den Wirtschaftsminister aufhorchen ließ: „Sich das zuzutrauen, ist das eine. Es zu machen, ist das andere“, staunte er nicht schlecht, dass Pilarski und Auental zusammen mit Horst Aschentrup vor gut zehn Jahren das Wagnis eingingen, auch als Über-30-Jährige zu Gründern zu werden.

Ulla Woltering interessierte sich besonders für das patentierte Verfahren, dass die WRW in der Produktion anwendet und lobte die lokale Verwurzelung der Unternehmer: „Dann müssen wir politisch auch dafür sorgen, dass weitere Expansion hier möglich ist.“ Auf ihre Frage, wie es mit Fachkräftemangel und Auszubildenden bei WRW aussieht, konnte kaufmännischer Leiter Michael De Bortoli nur Positives berichten: „Wir haben gute Auszubildende. Und das ist nicht immer an den Noten festzumachen.“ WRW sei auch jungen Menschen mit Hauptschulabschluss gegenüber aufgeschlossen, wenn sie einfach Spaß am Arbeiten hätten.

Überhaupt, das betonte auch Gerhard Auental, seien jene, die in der Produktion und in den Büros arbeiten, das wertvollste Gut: „WRW ist heute nur hier, weil wir diese engagierten Mitarbeiter haben. Und dazu zählen auch die Auszubildenden.“

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