Elefantenrunde in der Stadthalle
Jeder kriegt seinen Szenenapplaus

Ahlen -

Wenn das Interesse an der Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag ebenso groß ist wie an der Elefantenrunde, dann lässt das für die Wahlbeteiligung wirklich hoffen. Rund 450 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild zu machen von den Kandidaten Ulla Woltering, Dr. Alexander Berger und Rainer Giesecke.

Mittwoch, 09.09.2015, 23:09 Uhr

Gut vorbereitet auf die Elefantenrunde: Peter Harke,
Gut vorbereitet auf die Elefantenrunde: Peter Harke, Foto: Jörg Pastoor

Wenn das Interesse an der Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag ebenso groß ist wie an der Elefantenrunde , dann lässt das für die Wahlbeteiligung wirklich hoffen.

Rund 450 Menschen sind am Dienstagabend in die Stadthalle gekommen, um einen oder mehrere Eindrücke zu bekommen von den drei Kandidaten, die sich anschicken, die Geschicke Ahlens in ihre Hände zu nehmen: Ulla Woltering , Dr. Alexander Berger und Rainer Giesecke.

Doch bevor die Drei zu Wort kommen, ergreift Rudolf Blauth, Leiter der veranstaltenden Volkshochschule und Moderator, das Mikrofon, um die Gäste auf die Veranstaltung vorzubereiten. Viele Themen, so Blauth sollen an diesem Abend angesprochen werden, die Zuschauer sollen die Gelegenheit bekommen, sich ihr eigenes Bild von den Kandidaten zu machen. „Und der Abend soll Spaß machen“, verspricht Blauth, dass die anvisierten drei Stunden Programm wie im Fluge vergehen würden.

Für diesen Spaß sorgt auf jeden Fall der „Internationale Wahlbeobachter aus dem Sauerland“ Joachim Schlendersack aus Schnöttendrop (Kabarettist Martin F. Risse), der genau weiß, wie das mit dem Bürgermeisteramt läuft: „Bei uns im Sauerland ist man das ja praktisch auf Lebenszeit.“ Joachim Schlendersack wird den Abend über noch so einige Weisheiten der Kommunalpolitik loslassen und hat damit das Publikum sowieso auf seiner Seite. Und auch die in einer Filmsequenz eingespielte Straßenumfrage zu den Namen des noch amtierenden Bürgermeisters und denen der Kandidaten sorgt für Heiterkeit im Saal.

Die Einstimmung ist gelungen und bereitet den Weg für das, um was es eigentlich geht. Ulla Woltering, Alexander Berger und Rainer Giesecke müssen an diesem Abend Position beziehen. Die Themenbereiche, denen sie sich stellen müssen, reichen von Jugend über Haushalt, Finanzen und Steuern bis zur Stadtentwicklung. Überraschungsgäste stellen dazu die Fragen.

Zwischenzeitlich nehmen die Redaktionsleiter der beiden Ahlener Tageszeitungen, Maria Kessing und Peter Harke die drei Bewerber ums Amt ins Kreuzverhör, fragen nach Rathaussanierung, der Flüchtlingsnotunterkunft, nach Brachen und Leerständen.

Und auch die Bürger durften fragen. Am Tag der Veranstaltung, so Rudolf Blauth, „sind noch mal über 60 Fragen bei uns eingegangen“. Einige davon stellt der Moderator zwischendurch.

Die Kandidaten nutzen ihre Redezeit, werden von einem Trötengeräusch ermahnt, wenn sie drüber hinweg kommen und gehen fair miteinander um. Jeder hat seine Fans dabei und holt sich gleichermaßen seinen Szenenapplaus.

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