„Verein zur Bewahrung der Bilddokumentation Zeche Westfalen“
10 000 Fotos rund um den Ahlener Bergbau

Ahlen -

Über Jahrzehnte hat Josef „Jupp“ Hesse Fotos über den Bergbau in Ahlen gesammelt. Rund 10 000 Aufnahmen sind so zusammengekommen. Damit die nicht verloren gehen, hat sich am Donnerstagabend ein „Verein zur Bewahrung der Bilddokumentation Zeche Westfalen“ gegründet.

Donnerstag, 10.09.2015, 14:09 Uhr

Der Vorstand des neuen Vereins: Werner Danzer (stellvertretender Vorsitzender), Bernd Tümmler (Schriftführer) Josef Hesse (Ehrenvorsitzender), Manfred Gola (Kassierer), René Aupers (Beisitzer) und Marc Senne (Vorsitzender).
Der Vorstand des neuen Vereins: Werner Danzer (stellvertretender Vorsitzender), Bernd Tümmler (Schriftführer) Josef Hesse (Ehrenvorsitzender), Manfred Gola (Kassierer), René Aupers (Beisitzer) und Marc Senne (Vorsitzender). Foto: Reinhard Baldauf

Über Jahrzehnte hat Josef „Jupp“ Hesse Fotos über den Bergbau in Ahlen gesammelt. Die Sammlung, die rund 10 000 Aufnahmen umfasst, reicht vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Am Donnerstagabend gründete sich nun ein „Verein zur Bewahrung der Bilddokumentation Zeche Westfalen “. Bei der Versammlung im Taubenheim an der Sachsenstraße stellte der Vorsitzende der Ahlener IGBCE-Ortsgruppe, Marc Senne , die geplanten Ziele des Vereins vor. Der Verein soll gemeinnützig werden.

Seine wohlsortierte und geordnete Sammlung, zu der auch Dokumente gehören, bewahrt der 86-jährige „Jupp“ Hesse in seiner Wohnung auf. Seine Erben haben aber kein Interesse daran, so dass der gesamte Fundus nach seinem Tod in den Besitz des Vereins übergehen wird, wie Marc Senne und Werner Danzer berichteten.

Im Gebäude der Knappschaft, das „Vivawest“ gehört, bekommt der Verein entsprechende Räumlichkeiten. Hier kann die Sammlung untergebracht werden.

Außerdem sind dort Ausstellungen möglich. „Wir denken an eine professionelle Ausstellung und die Erstellung eines Films, der dann zum Beispiel Schulklassen im Glückaufheim gezeigt werden kann“, erklärte Marc Senne am Donnerstag.

Der Verein wird bei den Räumen mit dem Trägerverein für das Schullandheim Winterberg kooperieren. Erfreut nahmen die anwesenden 20 Interessierten die Nachricht auf, dass „Vivawest“ auf Miete verzichtet. „Die Nebenkosten übernimmt bis auf Weiteres die Ortsgruppe der IGBCE“, kündigte Senne an und berichtete weiter, dass Kosten für Ausstellungen auf Antrag die Glückauf-Stiftung übernehme.

Dem neuen Verein traten 18 Personen bei. Nach den notwendigen Formalien zur Vereinsgründung fand die erste Versammlung mit Vorstandswahlen statt. Die Satzung wurde nur um den Punkt eines Ehrenvorsitzenden ergänzt. Hier wurde natürlich der ehemalige Magazinleiter der Zeche, Josef Hesse, vorgeschlagen und zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit ernannt.

Nach der Satzung folgte noch die Besprechung der Geschäftsordnung, die ebenfalls einstimmig angenommen wurde.

Auch die Vorstandswahlen unter der Versammlungsleitung von Ingrid Plotka verliefen einstimmig. Dem Vorstand gehören an: Marc Senne (Vorsitzender), Werner Danzer (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Gola (Kassierer), Bernd Tümmler (Schriftführer) und René Aupers (Beisitzer) sowie Josef Hesse als Ehrenvorsitzender.

Zum Abschluss wurden Ingrid Plotka, Marc Schneider und Helmut Sandbothe zu Kassenprüfern gewählt. „Am 1. Januar 2016 wird der offizielle Start in den Vereinsräumen am Glückaufplatz sein“, kündigte Marc Senne noch an.

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