Schreibwerkstatt zum Einheits-Jubiläum
Emotional war nicht nur der Mauerfall

Ahlen -

Die „AZ“ ruft alle Leser dazu auf, persönliche Erlebnisse rund um den 3. Oktober 1990 aufzuschreiben. Zum 25-Jährigen der Deutschen Einheit wird – wie schon zum Mauerfall-Jubiläum – eine Schreibwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem „Europäischen Senioren-Netzwerk Ahlen“ auf den Weg gebracht, bei der es auch etwas zu gewinnen gibt.

Freitag, 18.09.2015, 17:09 Uhr

Währen d der 9. November 1 989 bei vielen Deutschen als emotionaler Höhepunkt einer friedlichen Revolution in Erinnerung blieb, gilt der 3. Oktober 1990 bis heute eher als „formaler Akt“ der deutschen Wiedervereinigung. Aber sind mit dem offiziellen Ende der DDR nicht ebenso viele Emotionen verbunden? Neues Geld, neue Pässe, neue Autokennzeichen im Osten; neue Ziele, neue Märkte, neue Partner- und Freundschaften im Westen . . .

Nach der Wende war ursprünglich der Tag des Mauerfalls von 1989 als Nationalfeiertag in der Diskussion. Wegen der Datumsgleichheit mit der Reichspogromnacht 1938 galt dieses Datum jedoch als ungeeignet. Der Artikel 2 des Einigungsvertrages erklärte dann den 3. Oktober als neuen „ Tag der Deutschen Einheit “ zum gesetzlichen Feiertag . Er ist der einzige Feiertag nach Bundesrecht. Alle anderen Feiertage sind Ländersache.

25 Jahre nach der Wiedervereinigung ist auch Zeit für einen ganz persönlichen Rückblick und eine Einordnung. Die „AZ“ fragt daher in Kooperation mit dem „Europäischen Senioren-Netzwerk Ahlen “ („Esna“) sowohl unter ihren Lesern als auch in Ahlens heutiger Partnerstadt Teltow, die einst für viele West-Bürger unerreichbar hinter der Mauer lag, nach solchen Erinnerungen.

Wie schon zum Silberjubiläum des Mauerfalls 2014 bieten die Redaktionen von „Ahlener Zeitung“ und „Teltower Bäke-Courier“ ab heute eine Schreibwerkstatt an. Kernfrage: Was verbinden unsere Leser mit dem Akt der Wiedervereinigung vor 25 Jahren? Wann haben Ahlener ihren ersten Urlaub auf früherem DDR-Gebiet verbracht? Oder umgekehrt: Welche Erfahrungen machten Teltower bei ihren ersten Kontakten und Aufenthalten in Westdeutschland? Auch Vertreter von Vereinen und Verbänden, zum Beispiel aus den beiden Freiwilligen Feuerwehren in den Partnerstädten, die bis heute in Verbindung stehen, können ihre ersten Schritte beschreiben. Vielleicht gibt es auch ganz unerwartete oder traurige Erlebnisse, die mit dem historischen Datum in Verbindung stehen. Schreiben Sie uns, was Sie bewegt hat – oder bis heute bewegt!

Zum Stichtag 3. Oktober werden wir in beiden Medien eine Sonderseite mit den interessantesten Einsendungen veröffentlichen. Auch Bilder und Dokumente können ab heute in die Redaktion gesendet werden – mit dem Stichwort „Mein 3. Oktober“. Originale werden bei Bedarf eingescannt und an die Eigentümer zurückgegeben.

Das Material nehmen wir entgegen per Post an die „Ahlener Zeitung“ – Ostenmauer 1, 59227 Ahlen – oder per E-Mail an aktion@ahlener-zeitung.de. Einsendeschluss: Mittwoch, 30. September.

Es gibt wie im Vorjahr etwas zu gewinnen: Ausgewählte Ahlener Beiträge haben die Chance auf schmackhafte Präsente von unserem Aktionspartner, der „City-Fleischerei Pfeiffer & Lemke“ an der Oststraße. Dazu gibt‘s diverse Karikaturenbänd e.

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