Innosozial bietet Unterstützung an
Stärkere Konzentration auf die Bedarfe von Flüchtlingen

Ahlen -

Seine Projekte und Erfahrungen möchte der Verband Innosozial nutzen, um bei der Integration von Flüchtlingen tatkräftige Unterstützung zu leisten. Im Blick sind dabei besonders auch die unbegleiteten Minderjährigen.

Samstag, 26.09.2015, 16:09 Uhr

Machen sich Gedanken, wie Flüchtlinge schnell und reibungsfrei integriert werden können Petra Pähler-Paul, Dietmar Zöller und Agnieszka Bednorz (v.l.).
Machen sich Gedanken, wie Flüchtlinge schnell und reibungsfrei integriert werden können Petra Pähler-Paul, Dietmar Zöller und Agnieszka Bednorz (v.l.). Foto: Peter Schniederjürgen

Innosozial “ hat jetzt dem Kreis Warendorf und den Gemeinden ein Angebot zur Flüchtlingsarbeit gemacht. „Sie haben die gleichen Probleme wie Einheimische, aber es kommen noch einige besondere dazu“, erklärte Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller beim Pressegespräch am Freitag. Dem will der Sozialverband Rechnung tragen, sich mit seinen Angeboten mehr auf Bedarfe von Flüchtlingen einstellen.

„So bieten wir den Jugendämtern an, uns um die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu kümmern“, erklärte Mitarbeiterin Agnieszka Bednorz als Beispiel. Durch die Erfahrung – der Verband betreut und begleitet über 100 Familien und Jugendliche, zum Teil mit Zuwanderungshintergrund – seien hier beachtliche Potenziale. Durch die Suche und Begleitung von Pflegefamilien und das Leben in Wohngruppen könnten Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche geschaffen werden. Weiter sind Möglichkeiten in der Fortbildung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gegeben. Gerade zur Beratung traumatisierter Flüchtlinge könne der Verband beitragen. „Im November beginnt die nächste Trauma-Fortbildung. Da können sich noch Interessierte von Warendorf bis Hamm melden“ ergänzte Agnieszka Bednorz.

Über besondere Projekte in Ahlen und Beckum mit Flüchtlingen, wie Sprachcamp oder „Kultur all inclusive“, bestehen bei Innosozial Kompetenzen, die den Verband als Partner für Flüchtlingsarbeit empfehlen. Dazu gibt es viele Projekte zur Integration und gegen die Benachteiligung von Zuwanderern.

So beschloss Petra Pähler-Paul, für Inklusion zuständige Innosozial-Mitarbeiterin, das Gespräch mit einer spontanen Idee: „Könnte man nicht eine Art Tandem in Schulen und Betrieben einführen“, fragte sie sich. Dabei könnte ein Schüler oder Mitarbeiter einer Firma oder einer Verwaltung einen Flüchtling mitnehmen und erklären, wie der spezielle Platz in der Arbeits- oder Schulwelt funktioniert. Petra Pähler-Paul hat in Ahlen in Eigeninitiative eine Babystation in der Notunterkunft der Flüchtlinge mit Ehrenamtlichen aufgebaut. Dort bekommen Schwangere und Mütter mit Kleinstkindern Hilfe.

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