Mögliche Lösung im Streit um Radweg-Blockade
Schneise durch den Erdwall

Vorhelm -

Radfahrer und Fußgänger, die im Austenfeld zwischen Vorhelm und Neubeckum unterwegs sind, müssen bald keinen Wall mehr erklimmen: Einen Tag nach der „AZ“-Berichterstattung über den andauernden Streit um das von einem Anwohner aufgeschüttete Hindernis zeichnet sich eine Lösung ab.

Mittwoch, 14.10.2015, 19:10 Uhr

Seit gut zwei Monaten sorgt der Erdwall über dem Radweg zwischen Vorhelm und Neubeckum für Zoff.
Seit gut zwei Monaten sorgt der Erdwall über dem Radweg zwischen Vorhelm und Neubeckum für Zoff. Foto: Ulrich Gösmann

Der R adweg im Austenfeld kann in nächster Zeit, sobald die Witterung es zulässt, wieder problemlos von Fußgängern und Radfahrern passiert werden. Das teilte Thomas Fromme , Sprecher der Kreisverwaltung Warendorf, am Mittwochnachmittag auf „AZ“- Anfrage mit. Der Ende August aufgeschüttete Wall, der für Passanten ein Hindernis darstellt, werde nun mit einer Art Schneise versehen.

„Es hat heute Morgen ein Gespräch mit der Unteren Landschaftsbehörde gegeben“, so Fromme im Nachgang zur jüngsten Berichterstattung. Die vorliegende Lösung sei nun ein freiwilliges Zugeständnis des Anwohners Helmut Ostermann , um ein langes bürokratisches Prozedere zu vermeiden. Fromme: „Wir befanden uns noch in der Phase der Anhörung.“ Es habe folglich noch nicht festgestanden, wie in der Sache weiter verfahren würde. Doch nun können sowohl ein Bußgeldverfahren als auch eine Zwangsmaßnahme vermieden werden.

Der Erdhaufen hatte in den vergangenen Wochen für reichlich Gesprächsstoff im Ortsausschuss, aber auch im Rathaus und bei der Kreisverwaltung gesorgt. Helmut Ostermann bestätigte den neuen Sachstand im Gespräch mit unserer Zeitung, warb aber auch für Verständnis für sein Handeln. „Wenn ich sehe, wie da jemand mit einem Quad durchfährt und sogar bestehende Weizenkulturen auf meinem Feld durchpflügt, ist irgendwann eine Grenze überschritten.“ Auch Pkw und Geländefahrzeuge habe er dort schon beobachtet. „Die haben dort nichts zu suchen“, betont Ostermann und legt Wert darauf, dass er rechtliche Schritte erwägt, wenn es um den Schutz seines eigenen Bestandes geht. Gegen Radfahrer und Fußgänger habe er – wie berichtet – nichts einzuwenden. „Im Übrigen hat es schon Anfang der 90er Jahre einen identischen Wall dort gegeben.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3567312?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F4852330%2F4852333%2F
Nachrichten-Ticker