Altkleidersammlung des KAB-Stadtverbandes
Volle Lkw-Ladung für Bethel

Ahlen -

Einen voll beladenen Lkw schickte der KAB-Stadtverband am Samstag auf die Reise nach Bethel. Das Ergebnis der jährlichen Altkleidersammlung übertraf alle Erwartungen. An den beiden Abgabestellen an der Josef- und der Elisabethkirche herrschte ein Kommen und Gehen.

Sonntag, 18.10.2015, 18:10 Uhr

Für die optimale Beladung des Transports nach Bethel sorgten der KAB-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Funke (r.) und Lkw-Fahrer Mükrem Dzemaili. Foto: Reinhard Baldauf
Für die optimale Beladung des Transports nach Bethel sorgten der KAB-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Funke (r.) und Lkw-Fahrer Mükrem Dzemaili. Foto: Reinhard Baldauf

Am Ende passte kaum noch ein einziger Schuhkarton auf den Lkw. Am Samstagmorgen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr führte der Stadtverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) seine jährliche Sammlung von Kleidung, Bettzeug und Haushaltswäsche durch. Sammelpunkte waren an der Josefkirche und der Elisabethkirche . Auf Wunsch wurden die Sachspenden auch abgeholt.

„Es ist weit mehr geworden, als wir erwartet haben“, meinte der KAB-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Funke zum Abschluss der Aktion am Mittag. „Schon um 8 Uhr haben die ersten angerufen, um Sachen abholen zu lassen“, berichtete Funke erfreut. So musste Erhard Epke sogar einmal mit einem Hänger ausrücken. Den ganzen Morgen kamen Leute mit Säcken, Tüten und Kartons.

Bei St. Elisabeth hatten Martin General , Jürgen Edelhoff und Matthias Hainke, der seinen sieben Monate alten Sohn Noah dabei hatte, nur kurze Pausen. So kamen u.a. Thomas Reger und Sohn Malte mit einem vollen Kofferraum vorgefahren. „Es sind sehr viele Federbetten dabei“, erzählte Martin General. Aber auch Schuhe, Hüte und Mützen sowie Schirme wurden gebracht.

Wie die Helfer ausführten, war das Ergebnis auch bei St. Josef deutlich besser als erwartet. „Das, obwohl schon in den vergangenen Wochen sehr viel für die Flüchtlinge abgegeben wurde“, hieß es. Insgesamt waren zehn Helfer an den beiden Stationen im Einsatz, die alle Hände voll zu tun hatten.

Die Sachspenden kamen direkt nach Bethel . „Da werden sie aussortiert. Nach Reinigung und nötigen Ausbesserungen gehen sie an die Kleiderkammern. Was nicht mehr tragbar ist, wird zu Putzwolle verarbeitet“, erläuterte Wolfgang Funke. Ausdrücklich betonte er, dass nichts in den Kleiderhandel geht oder nach Afrika verkauft werde. Dort würde sonst die heimische Textilindustrie geschädigt.

Die Kisten, Kartons und Säcke werden genau kon­trolliert. Wie Lkw-Fahrer Mükrem Dzemaili berichtete, ist es einmal vorgekommen, dass eine ältere Frau neben den Spenden ihre Einkäufe in einer Plastiktüte abgestellt hatte. Die Geldbörse mit Papieren war auch darin. Dies wurde zum Glück beim Sortieren in Bielefeld-Bethel sofort entdeckt. Da hieß es dann noch einmal über hundert Kilometer zu fahren, um die Tüte ihrer erleichterten Eigentümerin zurückzugeben.

Der Erlös der diesjährigen KAB-Sammlung ist für soziale Zwecke auf Sri Lanka bestimmt. Ein Teil kommt aber auch der Bildungsarbeit der KAB zugute.

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