20 Jahre Frau und Beruf
„Gerechtigkeit“ findet sich selten

Ahlen -

Vieles ist geschafft, vieles liegt noch vor ihnen, vor den Aktiven vom „Verein zur Förderung der Frauenerwerbsarbeit. Der feierte unter dem kürzeren und handlichen Titel „Frau und Beruf“ am Samstag im Ahlener Gründer- und Dienstleistungszentrum sein 20-jähriges Bestehen.

Montag, 09.11.2015, 11:11 Uhr

Feierten 20 Jahre  erfolgreiche Arbeit für Frauen: (v. l.) Sibylle Holz, Sigrid Menker, Annette Watermann-Krass, Marithres van Bürk-Opahle, Christa Paschert-Engelke, Ursula Schultz und Mechtild Bürsmeier-Nauert
Feierten 20 Jahre  erfolgreiche Arbeit für Frauen: (v. l.) Sibylle Holz, Sigrid Menker, Annette Watermann-Krass, Marithres van Bürk-Opahle, Christa Paschert-Engelke, Ursula Schultz und Mechtild Bürsmeier-Nauert Foto: Schniederjürgen

Geschäftsführerin und Projektentwicklerin Marithres van Bürk-Opahle begrüßte mit Stellvertreterin Christa Paschert-Engelke die zahlreichen Frauen die sich zur Feier des Tages in den Räumen der Ahlener Wirtschaftsförderung an der Beckumer Straße trafen.

Paschert-Engelke entführte kurz in die Geschichte des 1995 gegründeten Vereins. Als Arbeitsbeispiel diente der Spruch „Maxi statt Mini“. Den bezogen die Damen von „Frau und Beruf “ nicht etwa auf die Länge der Röcke. „Wir wollen auf die Risiken für Frauen im Bereich der Minijobs aufmerksam machen“, umriss die erste Vorsitzende Mechtild Bürsmeier-Nauert eines der aktuellen Ziele in der Vereinsagenda. Schließlich stelle Arbeit in dieser Form für viele Frauen ein erhebliches Risiko der Altersarmut da.

Festrednerin des Tages war Ulrike Schulz , Juristin an der Fernuniversität Hagen . Sie referierte über das Thema „Gerechtigkeit nur im Himmel oder auch auf Erden“. „Es geht schon mit der Definition des Wortes Gerechtigkeit in den Gesetzen los“, so die Juristin. Das Wort fand sie erst nach langer Suche. „Und nur selten“, ergänzte Ulrike Schulz. Sie würzte ihren kurzweiligen Vortrag mit Anekdoten aus der Geschichte der Gleichberechtigung. Zur besseren Vorstellung zeigte sie Dokumente vom Beginn des 19 Jahrhunderts. Die Juristin wies auf das noch immer bestehende Ungleichgewicht von Frauen und Männern in Bezahlung, Arbeitsbelastungen und auf die ungleich verteilten Spitzenpositionen in der Wirtschaft hin.

Das war ein Punkt, den zuvor auch der stellvertretende Landrat in seinem Grußwort ansprach. „Sie sind starke Frauen, die sich stark für die Rolle der Frau in der Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen“, so Winfried Kaup. Weitere Grußworte sprach der stellvertretende Bürgermeister Sendenhorsts, Wolfgang Jans, und die Ahlener Ratsfrau und Vorsitzende des Sozialausschusses, Manuela Esper.

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