Persönliche Erklärung in Vorhelm
Tutats Teilnahme im Ausschuss ruft Unmut hervor

Vorhelm -

Dass Dirk Tutat als Vertreter der Linkspartei künftig den Sitzungen des Vorhelmer Ortsausschusses beiwohnt, veranlasste Erhard Richard (CDU) zu einer persönlichen Erklärung. Darin nahm er unter anderem Bezug auf verbale Entgleisungen Tutats im Verlauf der Straßennamen-Diskussion.

Mittwoch, 18.11.2015, 15:11 Uhr

Dirk Tutat als Vertreter der Linkspartei im Vorhelmer Ortsausschuss.
Dirk Tutat (r.) als Vertreter der Linkspartei im Vorhelmer Ortsausschuss. Foto: Christian Wolff

Begrüßt wurde er, aber nicht willkommen geheißen. Di e Teilnahme von Dirk Tutut (Linkspartei) im Vorhelmer Ortsausschuss hatte schon im Vorfeld Unmut hervorgerufen und bewog Ratsmitglied Erhard Richard (CDU) am Dienstagnachmittag zu einer „Persönlichen Erklärung“ vor dem Einstieg in die Tagesordnung.

Da Karl-Stephan Schulte seine Position als Sachkundiger Bürger im Ortsausschuss nicht weiterführt, hatte die Linkspartei nun Tutat als Vertreter für dieses Gremium entsandt. Sowohl Ratsmitglieder aus den Reihen der CDU als auch von SPD und FWG hatten diesem Beschlussvorschlag in der letzten Ratssitzung nicht zugestimmt.

Richard kritisierte, dass die Linkspartei nicht imstande sei, einen wohnortnahen Vertreter nach Vorhelm zu schicken. „Wenn man sich für die Belange der Ortsteile einbringen will, muss man sie auch kennen“, sagte der Christdemokrat. Es sei gutes Recht, dass diese politische Gruppierung in örtlichen Gremien vertreten ist, doch in diesem Fall hätte sie seiner Meinung nach lieber darauf verzichten sollen.

Zum Schluss erinnerte Erhard Richard an die Rolle des Linken-Mitglieds bei der Diskussion um die mögliche Umbenennung von Straßen im Ahlener Stadtgebiet. Es komme auf die Gestaltung der Lebensumgebung vor Ort an und nicht auf Ideologien. „Wenn sich aber all dieses paart mit dem öffentlich gezeigten Verhalten Herrn Tutats, der in dieser politischen Meinungsbildung Bürger, ehrenamtliche Kommunalpolitiker in die Richtung von Nazis rückt und personenbezogene Vergleiche mit dem Reichpropagandaminister Joseph Goebbels anstellt, dann ist es selbsterklärend, dass wir im Rat der Stadt gegen die Bestellung von Herrn Tutat als beratendes Mitglied im Ausschuss gestimmt haben.“

Dirk Tutat quittierte die Ausführungen mit einem kurzen, aber lauten Lachen. Eine verbale Erwiderung unterblieb in der Sitzung. In einem Leserbrief bezeichnete der Linken-Vertreter Richards Verhalten jedoch am Tag danach als „hochgradigen Stuss“.  

(Mehr in der „Ahlener Zeitung“ vom 19. November 2015.)

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