„Helldorado“ im Jugendzentrum Ost
Auch für sanfte Töne viel Beifall

Ahlen -

Für weihnachtliche Besinnlichkeit war die Zeit vorbei – beim „Helldorado-X-Mas-Festival“ ging‘s hart und laut zur Sache. Auch Ahlener Rocker und Rapper standen auf der Bühne.

Dienstag, 29.12.2015, 11:12 Uhr

„Insane Mind“ mit Frontmann Michael Pozdrowicz.
„Insane Mind“ mit Frontmann Michael Pozdrowicz. Foto: Christian Feischen

Lauter die Gitarren nie klingen: Mit sehr hartem Rock startete das diesjährige „Helldorado-X-Mas-Festival“ am Sonntagabend im Jugendzentrum Ost. „One Final Fight“ aus Oelde eröffneten mit wuchtigen Metal-Klängen als erste von insgesamt zwölf Bands den ersten Abend der Veranstaltung, die alljährlich Musik der etwas härteren Gangart bietet.

Seit 2003 wird im Ahlener Osten kurz nach Weihnachten an zwei Abenden mächtig gerockt. Newcomer spielten auch in diesem Jahr neben bekannten Gruppen viel Rock, aber auch Rap und Hip Hop.

Als die Ahlener Gruppe „Insane Mind“ auftrat, füllte sich der Saal merkbar. Für ihren Death Metal mit dem tiefen Scream-and-Shout-Gesang von Frontmann Michael Pozdrowicz bekamen die vier Musiker viel Beifall. Nicht nur aus ihrer CD „Stripclub Cannibal“ spielte das Quartett düster anmutenden Stücke, es stellte mit „Toxic Surgery“ auch gleich einen neuen Song vor. Man müsse ihre Musik wie einen „Horrorfilm mit Augenzwinkern“ verstehen, erklärten die Ahlener nach ihrem erfolgeichen Auftritt mit den treibenden Rhythmen, die Martin Parenstädt am Schlagzeug vorgab und zu denen die Gitarristen Jonas Jagdziewski und Jens Weber kraftvoll die Saiten ihrer Instrumente bedienten.

Mit dem Rapper „Slyser“ kam ein weiterer Ahlener auf die Bühne. Sein Auftritt brachte eine deutliche Abwechslung in den Programmablauf.

Nach den lauten hard-rockigen Tönen waren plötzlich liebevolle Zeilen wie „Ich schneid‘ Dir eine Wolke aus in Herzform“ bei Piano- und Celloklängen zu hören. Die Musik kam allerdings vom Playback. „Slyser“, der als Unterstützung seinen musikalischen Kollegen „White“ mitgebracht hatte, bekam dennoch viel Beifall. Nach seiner Aufforderung „Chillt mal mit!“ hielt das Publikum die Arme hoch und ging mit den für die Rapper-Szene typischen coolen Handbewegungen im Takt der Musik mit.

Viele der überwiegend jungen, weit über 100 Konzertbesucher waren auch wegen „Aufbau West“ gekommen. Das überregional bekannte Quartett aus Geseke, das schon als Vorgruppe von Jennifer Rostock aufgetreten ist, bot zum Abschluss des ersten „Helldorado“-Abends eine Mischung aus Hip Hop und Rock. Viel Applaus gab es da vor allem für die live dargebotenen Stücke aus der CD „Zweitbester“.

Was an einem Abend mit sechs Bands bis zu mitternächtlicher Stunde funktioniert, kann am nächsten Tag so weitergehen: Nicht wenige hatten sich am Sonntag ein günstiges Kombi-Ticket für beide „Helldorado“-Konzerte im Jugendzentrum Ost gesichert, um die Weihnachtstage bei harten Gitarrensounds zu verabschieden.

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