Wirtschaftsforum: Effizienz für Unternehmen
Wohin geht die Reise in den nächsten Jahren?

Ahlen -

250 Firmenvertreter haben sich Mittwoch beim „Effizienzforum Wirtschaft“ Anregungen für die „Industrie 4.0“ geholt. Impulsvorträge stellten die Frage nach dem „Wie“, Risiken und Chancen der Digitalisierung standen im Mittelpunkt von Vorträgen.

Mittwoch, 16.03.2016, 19:03 Uhr

Das ist ein 3-D-Druck. Und keine Spielerei: Früher musste ein Betrieb für das sogenannte Prototyping viel Geld ausgeben.
Das ist ein 3-D-Druck. Und keine Spielerei: Früher musste ein Betrieb für das sogenannte Prototyping viel Geld ausgeben. Foto: Jörg Pastoor

Guckt nicht jeder Unternehmer auf die Kosten – schon allein, um am Ende mehr in der Tasche zu haben? Schon. Aber dazu muss er auch wissen, wo er Material sparen kann. Oder wie Strom. Oder Zeit.

Auf der Suche nach solchen Informationen sind Donnerstag 250 Gäste aus dem Umland zur Zeche gekommen. Das „Effizienzforum Wirtschaft“ ist eine nach Angaben der Organisatoren landesweit einzigartige Veranstaltung. Das könnte man an der Liste der Kooperationspartner ablesen: Effizienzagentur und Energieagentur NRW, der Verein Deutscher Ingenieure Münsterland, neben der Ahlener auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Kreises, der Kreise Borken, Bocholt, Steinfurt und Coesfeld – dazu die Handwerkskammer Münster, die IHK Nord Westfalen, der Münsterland e.V., das Netzwerk Ressourceneffizienz und die Westfälische Hochschule tragen es.

Das Schlagwort „Industrie 4.0“ verkürzt im wesentlichen alle Prozesse der Digitalisierung in den Unternehmen. Mit ihrem Einsatz kann eine Firmenleitung sparsamer wirtschaften, schneller am Markt agieren und reagieren. Dr. Ing. Johannes Wiedemeier von VDI Münsterland fragt den Pressemenschen, wie hoch er denn die Effizienzquote einstufe? Mit 25 Prozent liegt der nicht schlecht. „Es sind sogar bis zu 40 Prozent möglich“, sagt Wiedemann. Günstiger zu produzieren heiße letztlich auch, den Gewinn zu steigern. Man müsse halt wissen, wie.

Das zeigten 35 Aussteller. Ein 3-D-Drucker etwa erspart möglicherweise den Weg zum Modellbauer, der den Prototyp für ein neues Serienprodukt anfertigt. Bei der Beleuchtung gespartes Geld (Stichwort LED) kann anders ausgegeben werden. Rohstoffersparnis oder Rückgriffe auf nachhaltig Produziertes sind andere Möglichkeiten. Digitalisierte Prozesse bergen allerdings auch das Risiko von Cyberangriffen. Am falschen Ende sparen kann auch teuer werden – da hilft der Griff auf Expertenwissen, das es teils per App gibt.

Für die Geschäftsführerin der gfw im Kreis, Petra Michalzak-Hülsmann, stellt das Forum auf der Zeche eine einzigartige Chance zum Austausch über die „digitale Transformation“ des Mittelstands dar. Bürgermeister Dr. Alexander Berger empfand den Ort als ideal: „Wir machen uns auf den Weg von der Industriestadt zur Innovationsstadt im Grünen.“

Rüdiger Brechler von der Energieagentur NRW war überzeugt: „Das hier ist beispielhaft für ganz Nordrhein-Westfalen.“ Das Münsterland sei „ganz weit vorn“, was die kreisübergreifende Kooperation für diese Möglichkeit für Unternehmer angeht, zu „netzwerken“. Sich auszutauschen also.

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