Stadt Ahlen lässt sämtliche Objekte fotografieren
Die Denkmal-Dokumentation

AHlen -

Die Eigentümer von Denkmälern im Stadtgebiet bekommen in den nächsten Tagen Post. Der zuständige Fachbereich bittet um Zugang zu den Grundstücken, um die erhaltenswerten Objekte zu fotografieren. Unterdessen ist auch der Verein „Stadtbildmacher“ in Sachen Altbaupflege unterwegs.

Dienstag, 29.03.2016, 06:03 Uhr

Zu den Objekten auf der Ahlener Denkmalliste gehört auch das Alte Rathaus am Markt. Die Stadtverwaltung lässt sämtliche Gebäude fotografisch dokumentieren. Zuletzt ist das Anfang der 1980er Jahre gemacht worden.
Zu den Objekten auf der Ahlener Denkmalliste gehört auch das Alte Rathaus am Markt. Die Stadtverwaltung lässt sämtliche Gebäude fotografisch dokumentieren. Zuletzt ist das Anfang der 1980er Jahre gemacht worden. Foto: Christian Wolff

Im Be reich Stadtbild- und Denkmalpflege tut sich 2016 eine ganze Menge – sowohl im haupt- als auch im ehrenamtlichen Bereich. Während die städtische Fachabteilung für Denkmalpflege sämtliche eingetragenen Objekte dokumentieren lässt, kümmert sich der Verein „Ahlener Stadtbildmacher“ weiterhin darum, auch bei den Eigentümern von Nicht-Denkmälern das Bewusstsein für Pflege und Erhalt zu stärken. Langfristiges Ziel bleibt der Erwerb eines historischen Gebäudes im Bereich der Innenstadt.

Interessante Tipps erhielt die „Stadtbildmacher“-Gruppe um die Vorsitzende Silke Büscher-Wagner in diesen Tagen in Warendorf , wo der Verein „Altstadtfreunde“ bereits auf eine jahrzehntelange Erfahrung in diesem Sektor zurückblicken kann. „Wir haben schon mehr als 60 Häuser vor Verfall oder Abbruch gerettet“, skizzierte Laurenz Sandmann im Gespräch mit den Gleichgesinnten aus Ahlen .

Stadt- und Baugeschichte zu erforschen, sie für Bürger und Besucher transparent zu machen, gehört zu den Aufgaben des Vereins aus der Kreisstadt, hielt Sandmann fest. Dabei gelte die besondere Aufmerksamkeit den kleinen Häusern, deren Aspekte für die Stadtgeschichte oft nicht gleich erkannt werden. „Unsere Mitglieder helfen aber auch bei Renovierungsmaßnahmen mit Beratung, Muskelkraft oder finanziellen Zuschüssen“, so Sandmann. Dabei würden Fördertöpfe recherchiert und Anträge formuliert. Beide Vereine sind sich einig, dass der Grad der Erhaltung in Warendorf größer ist. „Aber Sie haben andere Schwerpunkte“, richtete Sandmann den Blick auf die Zeugnisse der Ahlener Industrie- und Zechengeschichte, die sichtbar bleiben müssten. Büscher-Wagner: „Wir haben zwar nicht mehr so viele Fachwerkhäuser, aber das, was noch vorhanden ist, sollten wir auch ins Auge fassen.“ Das Thema Erhaltungssatzung werde daher ebenfalls weiterverfolgt. „Bei einigen Objekten lohnt sich eine Neubewertung.“

„Ahlener Stadtbildmacher“ bei „Warendorfer Altstadtfreunden“: Die Gleichgesinnten tauschten sich in diesen Tagen aus.

„Ahlener Stadtbildmacher“ bei „Warendorfer Altstadtfreunden“: Die Gleichgesinnten tauschten sich in diesen Tagen aus. Foto: Christian Wolff

Wer bereits Besitzer eines Denkmals in Ahlen ist, bekommt in der kommenden Woche Post vom städtischen Fachbereich für Denkmalpflege. Dieser plant eine fotografische Bestandserfassung aller eingetragenen Baudenkmäler. „Diese notwendige Bestandserfassung resultiert aus der Neufassung der Verordnung der Landesdenkmalliste, die am 13. Mai 2015 in Kraft getreten ist“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Inhalt ist neben den genauen Adressdaten, auch die Darstellung der wesentlichen charakteristischen Merkmale des Denkmals durch Text, Bild und Plan in eine digitale Form umzusetzen und zu veröffentlichen.“

Die seit 1980 bereits zur öffentlichen Einsicht vorhandene Denkmalliste befindet sich in analoger Form bei der Unteren Denkmalbehörde und soll auf Dauer aktualisiert werden. Personenbezogene Daten werden dabei nicht veröffentlicht.

Dieter Fahnebrock ist beauftragt, alle Denkmäler innerhalb des Stadtgebietes fotografisch zu erfassen und wird voraussichtlich in einem Zeitraum von April bis Dezember dieses Jahres die entsprechenden Grundstücke aufsuchen. Die Betroffenen werden gebeten, entsprechend den Zutritt zu ihrem Grundstück zu ermöglichen.

Zum Thema

Bei weiteren Fragen steht die städtische Denkmalfachfrau Nicole Wittkemper unter der Nummer 5 92 86 zur Verfügung.

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Wir haben schon mehr als 60 Häuser vor Verfall oder Abbruch gerettet.

Laurenz Sandmann
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