„Bürgerkundgebung“ auf dem Rathausvorplatz
„Querschnitt durch die Zivilgesellschaft“

Ahlen -

„Bühne, Technik, Catering, Programm – es steht alles.“ Sebastian Richter war am Mittwoch guter Dinge, dass die „Bürgerkundgebung“ am Freitagabend auf dem Rathausvorplatz gelingen wird. Am Vorabend hatte sich die Steuerungsgruppe noch einmal getroffen, um letzte organisatorische Fragen zu klären. Anschließend konnten Plakate und Flyer, mit de­nen für die Veranstaltung geworben werden soll, in Druck gehen.

Donnerstag, 07.04.2016, 12:21 Uhr aktualisiert: 10.04.2016, 10:33 Uhr
Bekannt von „Rock am Schacht“: Die Oldie-Band „Smoke“ spielt am Freitagabend auf dem Rathausvorplatz.
Bekannt von „Rock am Schacht“: Die Oldie-Band „Smoke“ spielt am Freitagabend auf dem Rathausvorplatz. Foto: Christian Feischen

Darauf firmieren der Förderverein für Flüchtlinge, der Integrationsrat, der DGB-Ortsverband, die Arbeiterwohlfahrt , Innosozial und der Caritasverband für das Dekanat Ahlen als Unterstützer. „Ein breiter Querschnitt durch die Zivilgesellschaft“, freut sich Richter . Er gehe davon aus, dass auch alle im Rat vertretenen Parteien und Gruppierungen das Anliegen unterstützen, der „Alternative für Deutschland“ (AfD) die Stirn zu bieten und sich deren Versuch, den Frieden in dieser Stadt zu stören, zu widersetzen.

Die Leute sollen zum Fußball gehen oder zum Zirkus oder zum Rudelsingen im Büz – nur nicht zum Markt.

Sebastian Richter

Sebastian Richter hofft natürlich, dass möglichst viele Ahlener ab 18 Uhr zum Rathaus kommen, um „tolle Musik“ (mit der Oldie-Band „Smoke“), „leckeres Essen“ (von der Fatih-Moschee), „kühle Getränke“ (aus der Stadthalle) und „bunte Menschen“ zu erleben. Allerdings gebe es auch noch ein paar andere Möglichkeiten, das Motto „Wir haben Besseres zu tun“ mit Leben zu füllen. Richter: „Die Leute sollen zum Fußball gehen oder zum Zirkus oder zum Rudelsingen im Büz – nur nicht zum Markt.“ Dort will ab 19 Uhr der AfD-Kreisver band Warendorf sei­ne „Kund ­gebung gegen Politikversagen“ abhalten, mit An­dré Poggenburg, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag von Sach­sen-Anhalt, als Hauptredner.

Auf dem Rathausvorplatz wird zunächst Bürgermeister Dr. Alexander Berger ein Grußwort an die Teilnehmer richten. Sein Amtsvorgänger Benedikt Ruhmöller, DGB-Sekretär Martin Menacher, der Künstler Manfred Brückner und Rocio Siekaup als Vertreterin des Integrationsrats treten im weiteren Verlauf ans Mi­krofon. Ihre Teilnahme haben außerdem die Altbürgermeister Herbert Faust, Horst Jaunich und Günter Harms angekündigt.

Wenn dann irgendwann die AfD auf der Westenmauer vorbeizieht, soll es nach dem Willen von Sebastian Richter keine gezielten Störaktionen geben. „Wir wollen eine friedliche Alternativveranstaltung machen“, betont er.

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