Abschluss der „Woche für das Leben“
„Würde ist so etwas wie ein Zuhause oder ein Hafen“

Ahlen -

„Altern in Würde“ war das Motto der diesjährigen „Woche für das Leben“. Um Würde drehte sich dementsprechend der Abschlussgottesdienst.

Montag, 18.04.2016, 10:04 Uhr

Pfarrerin Katrin Naechster griff das Motto noch mal auf.
Pfarrerin Katrin Naechster griff das Motto noch mal auf. Foto: rst

Mit einem Ökumenischen Gottesdienst ging die „Woche für das Leben“ am Samstagnachmittag in der Kapelle des St.-Franziskus-Hospitals zu Ende. Die Pfarrerin Katrin Naechster griff das diesjährige Motto „Altern in Würde“ in ihrer Predigt auf.

Eine Woche lang haben 17 Kooperationspartner sechs Veranstaltungen zur bundesweiten Aktion „Woche für das Leben“, die von der Evangelischen und Katholischen Kirche initiiert wird, in Ahlen ausgerichtet. Das diesjährige Thema „Alter in Würde“ ist dabei in das Dreijahresmotto „Herr Dir in die Hände“ eingebettet.

Im Abschlussgottesdienst unterstrich Pfarrerin Katrin Naechster die Bedeutung der Würde: „Würde ist so etwas wie ein Rahmen, ein Zuhause oder ein Hafen“. Sie sei kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Die Pfarrerin unterschied anschließend zwischen dem Äußeren und dem Inneren eines Menschen. Während der Körper das Äußere eines Menschen darstellt, das sichtbar altert, sei mit dem Inneren des Menschen die unsichtbare Seite gemeint, die die Seele oder das Wesen eines Menschen beherbergt.

Das Wesen werde vom Altern nicht betroffen, auch wenn der Körper von schwerer Krankheit oder auch Demenz heimgesucht wird: „Wenn der Körper schwächer wird, können wir erleben, dass das Wesen stärker wird.“ Menschen, die viel Mitgefühl, Gefühle und Gelassenheit entwickelt haben, bezeichne man als weise. Man könne körperlich alt werden, Weisheit mache aber auf neue Art schön, hielt Pfarrerin Katrin Naechster fest.

Würde verdiene ein Mensch nicht, Würde habe ihm Gott gegeben. In Unmenschlichkeit werde Würde zwar unsichtbar, sie bleibe aber dennoch unzerstörbar. „Nicht das Sichtbare ist gültig, sondern das Unsichtbare“, zog Pfarrerin Katrin Naechster schließlich ihr Resümee.

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