„Rock am Schacht“
Nicht nur vertraute Klänge

Ahlen -

Die „Desperate Houseband“, „Liquid Solids“ und eine Musikersession: Bei „Rock am Schacht“ rockte es wieder rund. Die Veranstaltung am Freitag war die letzte vor der Sommerpause.

Montag, 25.04.2016, 18:04 Uhr

Viel Spaß hatten Musiker und Besucher am Samstagabend in der Lohnhalle der Zeche bei der letzten Ausgabe von „Rock am Schacht“ vor der langen Sommerpause.
Viel Spaß hatten Musiker und Besucher am Samstagabend in der Lohnhalle der Zeche bei der letzten Ausgabe von „Rock am Schacht“ vor der langen Sommerpause. Foto: Reinhard Baldauf

Eine Steigerung ist immer noch möglich. Das zeigte am Samstag die letzte Ausgabe von „Rock am Schacht“ vor der langen Sommerpause. Mit der „Desperate Houseband “ gingen zunächst die Lokalmatadoren in der sehr gut gefüllten Lohnhalle der Zeche „Westfalen“ an den Start. Es folgten „Liquid Solids“ aus Oelde , und der Abend endete gegen Mitternacht mit einer Session, zu der auch Musiker aus Recklinghausen gekommen waren.

Die „Desperate Houseband“ bot Songs nicht nur in den bekannten Versionen. So erklang „Jumpin‘ Jack Flash “ der „Stones“ in der Fassung von Johnny Winter. Eine neue Erfahrung. „Come Together“ von den „ Beatles “ entpuppte sich als ein klangliches Experiment.

Die zarte Stimme von Sängerin Nadine ging bei „Summer Wine“ von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood leider etwas unter. Nicht nur bei diesem Lied standen die Instrumente etwas stark im Vordergrund, was gerade für „Walking On Sunshine“ galt. Bei „Born To Be Wild“ und „White Wedding“ gelang die Aussteuerung schon besser, wobei die Akustik in der riesigen Halle die Tontechnik auch stets vor eine neue Herausforderung stellt.

Mit „Liquid Solids“ folgte eine kleine Show. Der englische Sänger Malcolm Holmes ging immer wieder ins Publikum und verteilte Süßigkeiten. Und das gab es noch nie: Nur Männer rockten vor der Bühne ab. Malcolm legte mit einem von ihnen ein Tänzchen aufs Parkett.

Aber musikalisch hatte die Band aus Oelde auch einiges drauf. Viel Applaus bekam sie gleich zu Beginn für „It’s My Life“ von Robert Palmer. Bei „Proud Mary“ setzte sich Sängerin Michaela gut in Szene. Gleich zwei Titel von den „Simple Minds“ spielte die Oelder Gruppe. „City Lights“ und „Don’t You (Forget About Me)“ kamen gut an. An einigen Stellen hatte man da sogar das Gefühl, „Simple Minds“-Sänger Jim Kerr zu hören.

Zum Schluss des bis dahin schon gelungenen Abends leitete Bodo Sierau die Musikersession ein. Wer mitmachen wollte, konnte sich sogar am Abend noch melden. Da wurde frisch drauf los gespielt – durchaus hörenswert. „Rock am Schacht“ bietet so viele musikalische Facetten.

Die Reihe ist auch eine Plattform für Bands aus der Region. Sie können ihr Hobby dort vor einem größeren Publikum präsentierten. Da die Bands nicht den Anspruch haben, Profis zu sein, gibt es natürlich auch musikalische Fehler. Aber den Musikern, die kein Geld bekommen, und dem Publikum, das keinen Eintritt zahlt, macht es Spaß. Und mehr will „Rock am Schacht“ nicht.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3957320?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F4852317%2F4852326%2F
Der Münsteraner, der von Stauffenbergs Attentats-Plänen wusste
Zwischen 1940 und 1944 gehörte Paulus van Husen dem Oberkommando der Wehrmacht an.
Nachrichten-Ticker