20 Jahre St.-Vincenz-Berufskolleg
Schule mit „gewaltiger Dynamik“

Ahlen -

Erst eine Feierstunde, dann ein Schulfest – das St.-Vincenz-Berufskolleg beging seinen runden Geburtstag mit vielen Aktionen. Schulleitung und Schüler durften sich über warme und lobende Worte freuen.

Donnerstag, 28.04.2016, 19:04 Uhr

Gesang in Gebärdensprache von Schülern der Schule: Frauen und Männer zeigten eindrücklich, was sie auf dem Berufskolleg lernen
Gesang in Gebärdensprache von Schülern der Schule: Frauen und Männer zeigten eindrücklich, was sie auf dem Berufskolleg lernen Foto: Reinhard Baldauf

Lob und Anerkennung für das St.-Vincenz-Berufskolleg und besonders auch für dessen Schüler sprach der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes am Donnerstagvormittag aus. Die Einrichtung feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Für alle Interessierten gab es Einblicke in den Unterricht sowie zahlreiche Mitmach-Aktionen. Vorher feierte Pfarrer Willi Stroband mit den Gästen einen Wortgottesdienst.

Es folgten nach der anfänglichen Begrüßung durch Schulleiterin Renate Knobel Grußworte und Ansprachen. Angesichts der beeindruckenden Worte von Willi Stroband legte der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Meiwes sein Manuskript beiseite. Er bescheinigte dem Berufskolleg, eine „gewaltige Dynamik“ in Ahlen entwickelt zu haben.

„Die Entwicklung ist sicherlich noch nicht weit genug und noch gibt es nicht genügend Anerkennung“, hielt Meiwes fest. Und: „Für die Stadt Ahlen darf ich sagen, wir sind stolz und glücklich, dass das St.-Vincenz-Kolleg sich vor 20 Jahren für Ahlen als Schulstandort entschlossen hat.“

Den Schülern zollte er Respekt, sich für einen Beruf in der Heilpflegeerziehung, für Menschen mit Behinderung entschieden zu haben. Dies sah auch der Geschäftsführer der St.-Vincenz-Gesellschaft, Stephan Marx, so.

Marx führte dann aus: „20 Jahre, das ist ein junges Alter – aber die Schule ist definitiv den Kinderschuhen entwachsen.“ Er bescheinigte dem Kolleg, dass es mit der Region verwurzelt sei. Sein Dank galt der Bezirksregierung, die „immer gut und beratend zur Seite bestanden“ habe. Marx erinnerte an die Anfänge mit 50 Schülerinnen. Heute seien es 150 Auszubildende. Er zeigte zudem die zwei Arten der Ausbildung auf (die „AZ“ berichtete). Erfreut stellte der Geschäftsführer fest, dass fast alle Absolventen in den eigenen Einrichtungen arbeiten. „Sorge mache ich mir um den Fachkräftemangel “, streute er trotzdem ein.

20 Jahre St.-Vincenz-Berufskolleg

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  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
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  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
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  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf
  • Mit einer Feierstunde und einem Schulfest beging das St.-Vincenz-Berufskolleg den runden Geburtstag Foto: Reinhard Baldauf

Sein Dank am Ende der Ausführungen galt allen Beteiligten. Für die Schulsekretärinnen Birgit Hamelmann und Stefanie Vorlicek, die besonders wichtig seien, hatte er Blumen mitgebracht. Das Berufskolleg bekam einen Gutschein für eine mobile Musikanlage. Für Schulleiterin Renate Knobel und ihren Stellvertreter sowie Schulmitbegründer Klaus Bäumer hatte Stephan Marx ebenfalls Aufmerksamkeiten dabei.

Die beiden Schülersprecherinnen Sabrina Röhrs und Sarah Kropla machten es erfrischend kurz. Anerkennend hielten sie fest: „Wir werden hier ernst genommen!“

Schulleiterin Renate Knobel hob die gute Zusammenarbeit mit allen Einrichtungen bis nach Osnabrück hervor. Bei Pfarrer Willi Stroband bedankte sie sich herzlich für den Wortgottesdienst und überreichte ein Buch über einen königsblauen Fußballverein im Revier – passend für den echten Fan.

Mit den anderen Schulen im früheren Schwesternwohnheim gibt es nach den Worten der Schulleiterin 500 Ausbildungsplätze unter einem Dach. Es sei schön, dass sich viele persönliche Beziehungen ergeben hätten und daher auch Ehemalige bei der Feier dabei seien. Sie betonte den ganzheitlichen Ansatz der Ausbildung „ganz im Sinne der Inklusion“: „Menschen mit Behinderung sind auf besondere Unterstützung angewiesen.“

Ihre Worte unterstrich Renate Knobel unter anderem mit einem Zitat von Victor Hugo (1802 bis 1885): „Der Mensch mit Behinderung sucht und wünscht, wie auch alle anderen Menschen, Aufmerksamkeit als Resonanzerfahrung, das Gefühl, geborgen und angenommen zu sein, so wie er ist.“

Bei alkoholfreiem Sekt und Orangensaft fand ein Empfang statt. Dann hatten die Besucher Gelegenheit, sich die Schule anzusehen, sich mit Bratwurst, Flammkuchen oder frischen Waffeln zu stärken. Eine kleine Ausstellung informierte über 20 Jahre Schulgeschichte.

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