St.-Franziskus-Hospital
Erst einmal schnuppern 

Ahlen -

Ein Freiwilliges Soziales Jahr hilft jungen Menschen bei der Berufsorientierung. Im St.-Franziskus-Hospital sind dafür noch Plätze frei.

Mittwoch, 18.05.2016, 09:05 Uhr

Die Sendenhorsterin Isabel Wibbeke, die seit Freitag in der Inneren Abteilung liegt, fühlt sich von Senem und Hannah bestens betreut.
Die Sendenhorsterin Isabel Wibbeke, die seit Freitag in der Inneren Abteilung liegt, fühlt sich von Senem und Hannah bestens betreut. Foto: Dierk Hartleb

Zum „Schnuppern“ im St.-Franziskus-Hospital opferte Kevin Kunze am Dienstag auch gerne seinen freien Tag. Zusammen mit seiner Mutter informierte sich der 21-jährige Vorhelmer über die Möglichkeit eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Krankenhaus. Mit seiner Ausbildung in der Fachrichtung Informationstechnik, die er erst abschließen will, ist Kevin nicht ganz glücklich.

„Viele junge Leute interessieren sich für einen sozialen Beruf“, hat Pflegedirektor Werner Messink beobachtet, und seien des Technischen überdrüssig. In diese Lücke hinein stößt das Franziskus-Hospital mit seinem Angebot eines FSJ oder ein Praktikum im Rahmen der Fachoberschulreife (FOS) zu absolvieren. Von Letzterem macht Senem Cihamier Gebrauch, die am Elisabeth-Lüders-Kolleg in Hamm ihr Fachabitur im Gesundheitsbereich anstrebt und dafür dreimal pro Woche im Krankenhaus im normalen Schichtdienst arbeitet. Die 16-Jährige ist eine der jüngsten FOS-lerinnen. „Ich habe mich persönlich weiterentwickelt“, urteilt Senem über ihre Tätigkeit in der Krankenpflege. Und auch von Britta Wisse , die mehrere Bereiche im Krankenhaus leitet – im Fachjargon heißt das Ebenen – stellt der bald 17-Jährigen ein gutes Zeugnis aus. „Sie arbeitet in der Pflege schon vielfach selbstständig“, bescheinigt Wisse der Ahlenerin. Dazu gehört die Begleitung der Patienten bei Toilettengängen ebenso wie das richtige Lagern im Bett. Die Medikation der Patienten und Infusionen sind aber dem Fachpersonal vorbehalten. Und ihr Berufswunsch steht inzwischen auch fest: „Ich will nach meinem Abi eine Ausbildung als OTA machen.“ OTA steht für Operationstechnische Assistentin. Das Assistieren im OP falle ihr überhaupt nicht schwer.

Auch Hanna Dorsel weiß inzwischen, was sie nach dem FJS machen will. „Ich will Psychologie studieren“, erklärt die 18-Jährige, die im vergangenen Jahr am Bischöflichen Gymnasium St. Michael ihr Abitur gemacht hat. Auch sie habe sich weiterentwickelt, sagt sie über ihre Zeit im Franziskus, die bald zu Ende geht. Bevor sie zum Studium nach Enschede geht, absolviert sie noch einen Kurs in Niederländisch und will ihre Englischkenntnisse auf einer Sprachreise vervollkommnen.

Messink und Wisse hoffen, dass sie die acht zum 1. August frei werdenden Plätze alle wiederbesetzen können.

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