Ruhestörung durch Vollgas an Zeche
Rasern schwer beizukommen

Ahlen -

Die Verwaltung arbeitet an Lösungen der Problem mit Rasern auf dem Gelände der alten Zeche. Noch gebe es aber nichts zu präsentieren, schränkte Stadtbaurat Andreas Mentz im Rat ein.

Donnerstag, 02.06.2016, 15:06 Uhr

Auf der Straße „Zeche Westfalen“ geben manche Autofahrer gerne Gas – obwohl hier nur Tempo 30 erlaubt ist. Die Verwaltung prüft Gegenmaßnahmen.
Auf der Straße „Zeche Westfalen“ geben manche Autofahrer gerne Gas – obwohl hier nur Tempo 30 erlaubt ist. Die Verwaltung prüft Gegenmaßnahmen. Foto: Jörg Pastoor

Die Stadt tüftelt noch an einer Lösung gegen die Autoraserei auf dem und um das Zechengelände. Stadtbaurat Andreas Mentz teilte dem Rat am Dienstag mit, es gebe aktuell noch nichts Verwertbares: „Es liegt noch kein Lösungsansatz auf dem Tisch, den man diskutieren könnte.“

Das Problem beschäftigt die Nachbarn beinahe täglich – insbesondere bei gutem Wetter. Auch die „AZ“ hatte schon über Beschleunigungsrennen auf der langen Geraden des Zechengeländes berichtet, über qualmende Reifen und fliegenden Schotter.

Die SPD-Fraktion hatte deshalb zur Sitzung des Stadtparlamentes eine Anfrage eingereicht: „Verkehrssituation / Lärmbelästigung an der Stapelstraße“. Nach der ersten Thematisierung durch ihre Fraktion im Hauptausschuss Anfang April seien Nachbarn am 1. Mai zu einem Partei-Infostand gekommen. Sie berichteten über ein Gespräch mit dem Bürgermeister, bei dem auch Vorschläge für eine allgemeine Verkehrsberuhigung erörtert worden seien.

Die auf die Straße „ Zeche Westfalen “ aufgeschraubten Bodenschwellen bringen offenbar nur wenig. Mit ihnen ist es wie mit den „Berliner Kissen“ in der Innenstadt früher: Selbst tiefergelegte Autos kommen noch hinüber, wenn sie langsam genug sind. Davor und dahinter geben allerdings manche umso mehr Gas. Auch wenn, wie auf dem Zechengelände. vor allem Tempo 30 gilt. Eigentlich. Doch zwischen den Schwellen – in Höhe der Lohnhalle und der Maschinenzentrale – fühlen sich besagte Raser daran nicht gebunden.

Für belastbares Datenmaterial setzt die Fachverwaltung auch auf Technik. Die für die Zählung von Pkw und deren Geschwindigkeiten gebräuchlichen Überwachungsgeräte messen an verschiedenen Orten genau nach. Das scheint jemandem nicht zu passen. Nach Informationen der „Ahlener Zeitung“ lag kürzlich einer der Kästen in einem Graben. Von allein ist er da sicherlich nicht hingekommen . . . 

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