Weltgrößte Tour von Elektrofahrzeugen
Gas geben? Nicht bei dieser Rallye

Tönnishäuschen -

Ein Fest alternativer Fortbewegung: So könnte man das Spektakel bezeichnen, das die Firma Stapel am kommenden Sonntag verspricht. Dann macht die „Wave“-Tour, die größte Rallye von Elektroautos und E-Bikes, im Kapellendorf Station.

Mittwoch, 08.06.2016, 08:06 Uhr

Sonne tanken statt Kraftstoff: Martin Stapel setzt bereits seit mehr als sieben Jahren auf Elektrofahrzeuge. Wenn am kommenden Sonntag die „Wave“-Tour durch Tönnishäuschen fährt, können sich auch „Ottonormalverbraucher“ aus erster Hand informieren. Für die Kleinen gibt‘s sogar solarbetriebene „Bobbycars“. . . (kl. Bild).
Sonne tanken statt Kraftstoff: Martin Stapel setzt bereits seit mehr als sieben Jahren auf Elektrofahrzeuge. Wenn am kommenden Sonntag die „Wave“-Tour durch Tönnishäuschen fährt, können sich auch „Ottonormalverbraucher“ aus erster Hand informieren. Für die Kleinen gibt‘s sogar solarbetriebene „Bobbycars“. . . (kl. Bild). Foto: Christian Wolff

Die fossilen Brennstoffe sind endlich. „Wir brauchen sie aber noch in vielen Bereichen, zum Beispiel in der Medizin“, weiß Martin Stapel . „Für den Alltag gibt es hingegen echte Alternativen, die wir weiter nach vorne bringen müssen.“ Sein Betrieb in Tönnishäuschen macht das leidenschaftlich, war im Jahr 2009 einer der ersten mit eigenem Elektroauto im Fuhrpark.

Ein weiterer Beitrag dazu ist jetzt die „World Advanced Vehicle Expedition“ – kurz „Wave“ genannt. 70 Teams aus zehn Ländern werden dabei ab dem 10. Juni rund 1800 Kilometer absolut CO- frei, allein durch Solar- und Windkraft, zurücklegen – von Norddeutschland bis in die Schweiz. Und weil die Firma Stapel unter Freunden der solaren Mobilität längst kein Geheimtipp mehr ist, macht die „Wave“- Rallye am Sonntag, 12. Juni, auch Station im Kapellendorf.

Zwischen 10 und 14 Uhr sind alle Interessierten willkommen, können sich mit den Akteuren unterhalten oder auch mal Probefahren – egal ob mit zwei- oder vierrädrigen Untersätzen. Unterstützung leisten die Ahlener Stadtwerke, die für gleich mehrere „Aufladestationen“ an der Ortsdurchfahrt sorgen. Damit schon die Kleinsten den umweltfreundlichen Komfort kennenlernen, stehen sonnenbetriebene „Bobbycars“ zur Verfügung. „Die nötige Stärkung halten wir nicht nur für die Rallye-Teilnehmer, sondern für alle Besucher bereit“, verspricht der Mitorganisator.

Sogar „Bobbycars“ mit Solarantrieb gibt es zu sehen.

Sogar „Bobbycars“ mit Solarantrieb gibt es zu sehen. Foto: Christian Wolff

„Vor fünf Jahren haben wir selbst an der ,Wave‘-Tour teilgenommen“, berichtet Martin Stapel, der dafür auf ein S-Pedelec stieg und von weiteren Mitstreitern aus Ahlens kleinstem Ortsteil begleitet wurde. „Damals ging es in 14 Tagen von Paris nach Prag.“

In dieser Zeit bauten Martin Stapel und sein Bruder Andreas den Kontakt zu Louis Palmer auf. Der Schweizer war Pionier auf dem Gebiet alternativer Fortbewegung, reiste 2007 als erster Mensch im solarbetriebenen Auto um die Welt. „Im August 2015 haben wir uns auf der Messe ,Eurobike‘ wiedergetroffen.“ Die Idee, Tönnishäuschen in die Rallye mit einzubinden, war schnell geboren.

Moderne Elektroautos schaffen zwischen 120 und 150 Kilometer, dann ist der Speicher leer. „80 Prozent der Bevölkerung fährt ohnehin nicht mehr als 50 Kilometer am Tag“, weiß Martin Stapel. Für sie wäre ein Elektroauto langfristig rentabel und inzwischen bezahlbar, wie er findet. Etwa 20 000 Euro koste beispielsweise das Modell „Zoe“ von Renault, das auch am Sonntag parat steht. Zuschüsse seien möglich. Die Ladezeit betrage rund a cht Stunden. „Das kann man prima über Nacht machen.“

80 Prozent der Bevölkerung fährt ohnehin nicht mehr als 50 Kilometer am Tag.

Martin Stapel

 

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