„Wechselschicht“ auf der Zeche
Industriekultur trifft Jugendkultur

Ahlen -

Ein Festival mit Ausstellung, Infoständen, Theater und Musik – von und für junge Menschen: Am Samstag, 18. Juni, startet auf dem Zechengelände in Ahlen die erste „Wechselschicht“.

Donnerstag, 09.06.2016, 18:06 Uhr

Viele Kooperationspartner stehen hinter dem „Wechselschicht“-Festival, in den Planungen standen aber immer die Jugendlichen mit ihren Ideen und ihren kreativen Beteiligungen im Mittelpunkt.
Viele Kooperationspartner stehen hinter dem „Wechselschicht“-Festival, in den Planungen standen aber immer die Jugendlichen mit ihren Ideen und ihren kreativen Beteiligungen im Mittelpunkt. Foto: Ralf Steinhorst

Die Städte Ahlen und Beckum rücken mit dem interkommunalen Jugendkulturfestival „ Wechselschicht “ am 18. Juni auf dem Gelände der Zeche „Westfalen“ näher zusammen. Jugendliche aus beiden Wersestädten gestalten das Festival, das Bühnenaufführungen, eine Ausstellung und Info-Stände mit Mitmachaktionen bietet.

„Wir greifen das auf, was die Jugendlichen sich im Bürgermeisterwahlkampf gewünscht haben“, erklärte Dr. Alexander Berger gestern beim Pressetermin und erhielt dafür auch den zustimmenden Blick von Fachbereichsleiterin Ulla Woltering, seiner ehemaligen Gegenkandidatin. Die Beckumer Fachbereichsleiterin Barbara Urch-Sengen stimmte in den Chor mit ein und sprach von einer Kultur für Jugendliche, die nach vorne gerichtet ist.

Seit 2013 gibt es das vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) geförderte Interkommunale Kulturprojekt der Städte Ahlen und Beckum. Da zwei halbe Personalstellen in beiden Städten geschaffen werden konnten, konnte nun auch das Jugendfestival in Angriff genommen werden.

Koordinatorin Annika Neumann wies auf die große Bandbreite des Programms hin, das um 16 Uhr mit der Ausstellung „Kunst komplett“ in der Maschinenhalle beginnt. Dort zeigen über 70 Jugendliche ihre Kunstwerke und stehen auch für Fragen zur Verfügung. „Das ist eine unglaubliche Location“, zeigte sich Kati Peterleweling von der Kulturabteilung begeistert.

Auf dem Basketballfeld wird das Bühnenprogramm präsentiert, in dem sich von 16.30 bis 19 Uhr Jugendgruppen mit Tanzvorführungen, Poetry-Slam oder Musikeinlagen präsentieren. Auf dem Festivalgelände befinden sich in dem Zeitraum zudem Stände und viele Möglichkeiten zur Teilnahme an Mitmachaktionen. Nur das Graffitiprojekt „Street-Art“ beginnt schon um 14 Uhr.

Gegen 19 Uhr erfolgt eine Umbaupause, die für eine farbenfrohe Holi-Aktion genutzt wird. Während des Nachmittags kann Farbpulver in Beuteln erworben werden, der dann unter den Klängen elektronischer Musik in die Luft geworfen wird. Jugendliche, die mitmachen wollen, sollten sich des Effektes wegen möglichst in weiß kleiden. In der Umbaupause werden zudem jugendliche Flüchtlinge einen Free-Style-Tanz, einen Battle, zeigen.

Ab 19.30 Uhr folgt dann ein Konzert- und Partyabend mit Ahlener und Beckumer Musikgruppen. Damit auch viele Jugendliche aus Beckum teilnehmen können, wird ein stündlich verkehrender Shuttle-Bus eingesetzt. Auch Stadtteilbüro-Leiter Hermann Huer­kamp ist schon ganz gespannt auf das Festival: „Industriekultur und Jugendkultur live erleben – das hatten wir noch nicht!“

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