Spatenstich am „Domizil“
Neues Haus für Senioren

Ahlen -

Noch ist das Grundstück leer. Aber neben der Senioreneinrichtung „Domizil“ entstehen neue Pflegeheimplätze. Am Freitag erfolgte der erste Spatenstich.

Freitag, 10.06.2016, 16:06 Uhr

Begrüßte den Bau des Fünf-Millionen-Euro-Projektes: Bürgermeister Alexander Berger (M.), hier mit Betreiber Michael Kamp (l.) und Investorenvertreter Michael Maas.
Begrüßte den Bau des Fünf-Millionen-Euro-Projektes: Bürgermeister Alexander Berger (M.), hier mit Betreiber Michael Kamp (l.) und Investorenvertreter Michael Maas. Foto: Jörg Pastoor

Für Michael Kamp war es „ein wichtiger Tag“: Der Mitinhaber der Emsdettener Firma AP Pflegedienste begrüßte die Gäste beim Spatenstich zum „Seniorenzentrum Am Domizil “. Das ist das zweite Quartierszentrum, das er zusammen mit Geschäftspartner Gunnar Sander in Ahlen betreiben wird – die „Drüke Möhne“ in Vorhelm ist ja in Betrieb und voll vermietet.

Neben der Investorenfirma GMP aus Nordhorn, die Michael Maas vertrat und die das Fünf-Millionen-Projekt nach Fertigstellung an Kamp und Sander vermietet, waren Vertreter von Verwaltung, Sozialverbänden und Geistlichkeit dabei, als Kamp und Maas Bürgermeister Dr. Alexander Berger auf dem noch leeren Grundstück neben der Senioreneinrichtung „Domizil“ begrüßten. Es gibt dem neuen Vorhaben seinen Namen. Nach den Grüßen von „Rat, Verwaltung und Stadtgemeinschaft“ drückte Berger seine Freude aus. „Es ist wichtig, dass das stattfindet. Das ist genau der Stein im Mosaik, der uns noch gefehlt hat im hier Quartier.“

In den Augen von Dieter Horst , seit den Neunzigern Betreiber der PBW-Sozialstation im „Domizil“, schließt sich mit dem Neubau eine seit fast 20 Jahren geplante, aber mit anderen Investoren nie gefüllte Lücke. „Wir hatten das schon von Beginn an geplant. Das ist das Finale“, meinte Horst am Rande der Veranstaltung.

Der Viergeschosser entsteht auf 2500 Quadratmetern. „Wir haben 45 vollstationäre Einzelzimmer mit Duschbad“, zählte Michael Kamp auf. Je Etage gebe es Wohngruppen mit zehn bis zwölf Bewohnern; pro Gruppe je einen großen Balkon bzw. eine Terrasse. Acht der Pflegezimmer sind als Rollstuhlzimmer geplant. Draußen sehen die Planer – das Architekturbüro Fritzen + Müller-Giebeler – einen etwa 500 Quadratmeter großen Sinnesgarten vor.

Gedacht ist das neue Heim laut Kamp für Menschen, die hochbetagt, vereinsamt und/oder krank sind. „Viele leiden an Herz-/Kreislauferkrankungen, Inkontinenz, Diabetes oder Demenz.“ Die Firma AP handle nach dem Leitsatz „Zuhause fühlen und in Würde leben“.

Vor dem gemeinsam mit seinem protestantischen Amtsbruder Martin Frost gesprochenen Segen erinnerte Pastor Hubert Schöning daran, dass „wir ihn in dem Bewusstsein sprechen, dass wir in jemandes Händen sind, der größer ist als wir Menschen.“

Michael Maas sieht das Zentrum am Domizil mit einem Superlativ: „Es war das am schnellsten entschiedene Projekt, das wir je finanziert haben.“ Die schon stehende Infrastruktur und das von AP erdachte Konzept hätten sofort überzeugt: „Nach einer Dreiviertelstunde war das für uns klar.“

Prinzipiell vollendet das Haus die Struktur des Zentrums insgesamt. Wenn die Menschen mit dem Alter zunehmend Selbstständigkeit und Gesundheit einbüßen, können sie dort unterkommen. Das war damals auch Dieter Horsts Planung. „Es passt genau. Unsere Bewohner sind jetzt auch schon 15 Jahre älter.“ Einige von ihnen verfolgten die kurze Feier interessiert von ihren Zimmern aus.

Das ist genau der Stein im Mosaik, der uns noch gefehlt hat hier im Quartier.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger
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