Bildband „Ahlen – Gestern und heute“
Fotos wecken oft Kindheitserinnerungen

Ahlen -

Alte und neue Fotos in der Gegenüberstellung – seit 2003 ein festes Element der „Ahlener Zeitung“. Am Mittwochabend stellten Autor Christian Wolff, Anno-Verlag und Redaktionsleitung gemeinsam den neuen Bildband „Ahlen – Gestern und heute“ in der Stadtbücherei vor.

Donnerstag, 16.06.2016, 15:06 Uhr

Druckfrische Stadtgeschichte: „AZ“-Redaktionsleiter Peter Harke (2.v.l.) und dessen Vorgänger Rolf Kersting (l.) sowie Frank Krümmer vom Anno-Verlag (2.v.r.) und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (r.) gratulierten dem Autor Christian Wolff (M.) zu seinem neuen Buch.
Druckfrische Stadtgeschichte: „AZ“-Redaktionsleiter Peter Harke (2.v.l.) und dessen Vorgänger Rolf Kersting (l.) sowie Frank Krümmer vom Anno-Verlag (2.v.r.) und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (r.) gratulierten dem Autor Christian Wolff (M.) zu seinem neuen Buch. Foto: Ralf Steinhorst

Als weiteren wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Stadtbild würdigte Bürgermeister Dr. Alexander Berger den zweiten Bildband zur „AZ“-Serie „ Ahlen – damals und heute“. Autor Christian Wolff stellte das druckfrische Werk am Mittwochabend in der Stadtbücherei vor rund 50 Gästen vor. Auf 216 Seiten zeigt der „AZ“-Redakteur 100 Stadtansichten aus der Vergangenheit in der Gegenüberstellung mit der Gegenwart – und das aus identischer Perspektive.

„Vor 13 Jahren erschien die erste Folge. Und die Serie kommt offenbar noch immer sehr gut an“, sah sich Christian Wolff durch den guten Besuch der Buchvorstellung in seiner Arbeit bestätigt. Sie ist fester Bestandteil jeder Samstagsausgabe der „AZ“, selbst dann, wenn Wolff im Urlaub weilt, wie Redaktionsleiter Peter Harke das Publikum wissen ließ.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger bezeichnete sich selbst als Fan der Serie und hielt fest: „Sie ziehen eine spannende Bilanz städteplanerischer Entwicklungen, ohne belehrend zu sein.“ Einerseits weckten viele Fotos Kindheitserinnerungen, die den Betrachter in alte Zeiten zurückversetzt. Andererseits sei die Serie auch eine Mahnung an die Stadtplaner, genau hinzuschauen. Insofern leiste die Serie einen Beitrag zur Stadtplanung und Stadtentwicklung – und damit für die ganze Stadt.

Im Anschluss an die Buchvorstellung musste der Autor und „AZ“-Redakteur Christian Wolff zahlreiche Widmungen schreiben.

Im Anschluss an die Buchvorstellung musste der Autor und „AZ“-Redakteur Christian Wolff zahlreiche Widmungen schreiben. Foto: Ralf Steinhorst

Frank Krümmer, der im Namen des Anno-Verlags ein Grußwort sprach, freute sich, dass er durch die Zusammenarbeit mit Wolff, der auch für die im selben Hause erscheinende Jahresschrift „Der beflügelte Aal“ regelmäßig Beiträge verfasst, die regionale Verwurzelung seines Hauses unterstreichen kann.

Peter Harke dankte zunächst seinem Vorgänger Rolf Kersting, der das „schlummernde Talent“ Christian Wolff, damals noch ein 14-jähriger Schüler, entdeckt hat: „Es war ein junger Kerl, der sich für die Stadtgeschichte interessiert hat.“ Das sei den Kollegen schon damals ungewöhnlich vorgekommen. „Dann haben wir festgestellt: Schreiben kann er auch.“ 1996 wurde Wolff freier Mitarbeiter, 2002 dann fester. Die Serie selbst schärfe den Blick für Ahlen. Hier nannte Peter Harke den Abriss der Villa Kerkmann als negatives Beispiel, die Rettung der Villa Mentrup als positives. „Ich wünsche mir, dass diese Serie noch lange läuft und dass dieses Buch ein Bestseller wird“, schloss der „AZ“-Chef seinen Redebeitrag, den er zum Teil in Interviewform mit dem Autoren geführt hatte.

Zunächst sei die Gegenüberstellung alter und neuer Stadtbildmotive ein „Sommerlochfüller“ gewesen, verriet Christian Wolff dabei. „Es erscheint nun wie eine Neverending-Story – und es ist tatsächlich kein Ende absehbar.“ Immer wieder werde er durch Leser mit „Nachschub“ versorgt. Zu Beginn habe er eigentlich nur mit bis zu 15 Folgen gerechnet.

Als im Jahr 2008 einmal aus technischen Gründen eine Folge nicht erschien, habe es sofort viele Rückfragen gegeben, ob die Serie nun eingestellt sei. Das war nicht der Fall – und so geht das Recherchieren weiter. Wobei Christian Wolff viele Informationen auch von denjenigen erhält, die Fotos einreichen. Zu seinem Bedauern sind es teilweise so viele interessante Informationen, dass es schwierig sei, sie in nur wenige Zeilen zu packen.

Zum Thema

Das Buch „Ahlen – Gestern und heute“ ist im Ahlener Anno-Verlag erschienen. Es kostet 17,95 Euro und ist in der Buchhandlung Sommer oder direkt beim Anno-Verlag unter der E-Mail-Adresse info@anno-verlag.de erhältlich.

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Du ziehst eine spannende Bilanz städteplanerischer Entwicklungen, ohne belehrend zu sein.

Dr. Alexander Berger
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