Stadt reagiert mit Pilotprojekt auf Wildwuchs
Altglas-Container versinken im Boden

Ahlen -

Für einen Pilotversuch sollen im nächsten Jahr zwei Containerstandorte für Altglas in der Erde verschwinden. Mit im Test: der Brennpunkt Ostbredenstraße. Im Januar war der Standort wegen unhaltbarer Zustände aufgelöst worden.

Freitag, 17.06.2016, 09:06 Uhr

Abtransport im Januar an der Ostbredenstraße. Entsorgt wurde danach auch ohne Container. Hier könnte der Modellversuch im nächsten Jahr starten.
Abtransport im Januar an der Ostbredenstraße. Entsorgt wurde danach auch ohne Container. Hier könnte der Modellversuch im nächsten Jahr starten. Foto: Ulrich Gösmann

Containerstandorte aufzulösen, ist die eine Reaktion auf nicht zu disziplinierenden Müllwildwuchs. Sie sauber im Boden zu versenken, die andere. Und da ist Bernd Döding auch schon beim Pilotprojekt Unterflurcontainer. Was der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe in dieser Woche mit kurzen Sätzen im Dolberger Ortsausschuss erstmals öffentlich machte, soll schon im nächsten Jahr startklar sein für einen Modellversuch – an zwei Stellen, an denen es ganz besonders brennt.

Blick auf den Brennpunkt Ostbredenstraße, der inzwischen keiner mehr ist, nachdem die Stadt zum Jahresanfang die Notbremse gezogen und die Altglascontainer huckepack genommen hatte (wir berichteten). In den ersten Tagen war der aufgelöste Standort zwar noch Sammelpunkt für wild abgestelltes Altglas und anderen Unrat, doch mit der Zeit schwenkten Anlieferer dann doch um auf offizielle Alternativplätze. Dennoch: Die Ostbredenstraße braucht einen Entsorgungspunkt, wie Döding mit Blick auf das Nahversorgungszentrum schräg gegenüber erklärt. Was gleichwohl Wunsch von Kunden als auch von Gewerbetreibenden sei.

Wir haben diesbezüglich mit Entsorger Reiling einvernehmliche Gespräche geführt.

Bernd Döding

An vertrauter Stelle könnte sich dann die Erde öffnen. Für Altglascontainer, die dann in einer Betonwanne stehen. Sichtbar seien dann nur noch die Einfüllschächte. „Wir haben diesbezüglich mit Entsorger Reiling einvernehmliche Gespräche geführt“, sagt Bernd Döding. Weil die Finanzierung noch durch die nächsten Haushaltsberatungen müsse, könne der Pilotversuch erst im nächsten Jahr starten. Im Fall positiver Erfahrungen an zunächst zwei ausgewählten und von Versorgungsleitungen freien Testplätzen kämen dann nach und nach sicherlich weitere hinzu.

Was für Ahlen neu ist, ist anderswo längst gängige Praxis. „Unterflurcontainer gibt es verstärkt in Holland , Frankreich und in Belgien“, weiß Ahlens Entsorgungschef. Aber auch hierzulande seien sie zunehmend in Großstädten, aus Platzgründen gerne auch in engen Siedlungen, zu sehen. Teils mit einem Codesystem versehen, würden sie dort auch den Rest- und Biomüll schlucken.

Für Entsorger Reiling selbst läuft die Leerung so leicht wie bisher. Lediglich eine Klappe ist zu öffnen, um den Container an den Haken zu nehmen und aus der Versenkung zu holen. Vorausgesetzt, der Freiraum rund um die Einfüllschächte wird dann nicht zum Parkplatz für Sperrmüll. . .

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