Seniorenführung im Kunstmuseum
Kunst bietet Gesprächsstoff

Ahlen -

Klassische Moderne und deutsche Nachkriegskunst in der Gegenüberstellung: Bei der Seniorenführung am Donnerstag berichtet Alexandra Dolezych viel Wissenswertes. Darüber kann bei Kaffee und Kuchen anschließend geplaudert werden.

Montag, 27.06.2016, 13:06 Uhr

Museumspädagogin Alexandra Dolezych vor dem Gemälde „Lugano“ von Elfriede Thum.
Museumspädagogin Alexandra Dolezych vor dem Gemälde „Lugano“ von Elfriede Thum. Foto: Kunstmuseum

Das Kunstmuseum lädt für Donnerstag, 30. Juni, um 15 Uhr wieder zu einer Seniorenführung ein. Die Museumspädagogin Alexandra Dolezych führt durch die aktuellen Ausstellungen des Hauses „Sammlung PLUS und Laas Abendroth: Kunst muss wieder weniger werden“ und stellt dabei einige spannende Entdeckungen vor. Da wäre zum Beispiel die Berliner Malerin Elfriede Thum (1886 bis 1952), die in den 1910er Jahren ihre Werke unter dem männlichen Pseudonym Erich Thum in den Galerien der Hauptstadt präsentierte und dabei auf große Anerkennung stieß. Ihr Werk „Lugano“ hängt prominent im Salon des Altbaus im Kunstmuseum neben den Werken anderer deutscher Expressionisten wie Peter August Boeckstiegel und Christian Rohlfs.

Ein weiterer Maler des Expressionismus, dessen Landschaftsbilder durch einen schwungvollen Duktus und eine leuchtende Farbkraft überzeugen, ist der zur Rheinischen Kunstszene gehörende Walter Ophey (1882 bis 1930). Erstmalig werden seine Werke im Ahlener Museum gezeigt.

Neben der klassischen Moderne überzeugt der Sammlungsbestand des Kunstmuseums durch interessante Beispiele der deutschen Nachkriegskunst. Allen voran sind es die Arbeiten des Lichtkünstlers Adolf Luther, die im Fokus stehen. Einen reizvollen Kontrast zu diesen Werkgruppen bietet der in Mülheim lebende Konzeptkünstler Laas Abendroth (Jahrgang 1967) mit seinen Objekten, die er unter dem Titel „Kunst muss wieder weniger werden“ zusammengetragen hat.

Die Präsentationen bieten viel Gesprächsstoff, der nach dem Rundgang bei Kaffee und Kuchen im Restaurant „Chagall“ erörtert werden kann. Die Gebühr für die Seniorenführung beträgt zwölf Euro (Museumseintritt, Führung, eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen). Anmeldungen werden unter Telefon 9 18 30 im Kunstmuseum entgegengenommen.

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