Zuschuss für Planungskosten Rathausquartier
Im Idealfall gilt das auch für den Bau

Ahlen -

Mit 1,336 Millionen Euro Zuschuss hat die Stadt genau die erwarteten 80 Prozent vom Land in Aussicht gestellt bekommen. Jetzt geht es an die Kalkulation des Gesamtprojekts, für die wiederum ein Antrag gestellt werden soll.

Samstag, 09.07.2016, 06:07 Uhr

Die Planungskosten für das neue Verwaltungszentrum bezuschusst das Land mit 80 Prozent.
Die Planungskosten für das neue Verwaltungszentrum bezuschusst das Land mit 80 Prozent. Foto: Jörg Pastoor

Ja: Mit den 1,336 Millionen Euro hat die Stadt die erhoffte 80-prozentige Förderung für Planungskosten und Projektsteuerung zum Umbau des Rathausquartiers bekommen. Nein: Das heißt nicht, dass das Land auch 80 Prozent für die ungleich höheren Baukosten gibt. Denn im Moment versetzt der Zuschuss aus Städtebauförderungsmitteln Ahlen in die Lage, überhaupt eine verlässliche Planung für das viele Millionen Euro teure Großprojekt vorzulegen. „Deshalb muss man das klar trennen“, erläutert Stadtbaurat Andreas Mentz am Freitag auf Anfrage der „AZ“-Redaktion.

Immerhin: Weil der Zuschuss aus Düsseldorf schon angekündigt war, hatte die Verwaltungsspitze bereits die ersten Aufträge für die Planungsarbeiten vergeben dürfen (wie berichtet). Damit machen sich jetzt die Experten ans Rechnen, beziffern die Einzelgewerke für das neue Verwaltungs-, Kultur- und Bildungszentrum, das aus dem Rathausquartier werden soll. Erst dann gibt es ein Zahlenwerk, das wiederum in Düsseldorf zur Bezuschussung präsentiert werden kann – Mentz rechnet damit gegen Mitte des kommenden Jahres. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Das Ministerium erwartet eine Planreife, bevor es entscheidet, ob es auch die Investition fördert.“

Durch die Bewilligung sei es jetzt möglich, die nötigen Pläne erstellen zu lassen. Deswegen freue er sich, dass die Hoffnung sich erfüllt und das Fachministerium den Zuschuss bewilligt habe. „Das ist ja schon eine gewaltige Summe.“ Was genau die Stadt daraus bezahlen darf, richtet sich allerdings nach den Details des konkreten Förderbescheids. Der war am Freitag noch nicht da.

Im kommenden Jahr entscheidet sich dann, ob die Zuversicht bei der Förderfähigkeit der Planungskosten auch beim konkreten Umbauvorhaben berechtigt ist. „Hoffen darf man immer“, sagt Baurat Mentz. Um sich dann weniger salomonisch zu äußern: Er sei schon sehr zuversichtlich, was die Bezuschussung auch des reinen Bauvorhabens angeht.

Das würde inklusive Sanierung von Rathaus und Stadthalle sowie integrierter Verbindung zu Stadtbücherei und Volkshochschule nach letzten groben Schätzungen deutlich über 40 Millionen Euro kosten. Aktuell läuft bereits das Verfahren zur Unterschutzstellung des Mitte der Siebziger eröffneten Verwaltungssitzes. Der Landschaftsverband hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er den Betonkomplex für denkmalwert hält.

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