Sommerfest im Kunstmuseum
„Hackfressen“ werden geschreddert

Ahlen -

Eine eigenwillige Aktion ist es, die Künstler Laas Abendroth den Besuchern des Sommerfestes im Kunstmuseum bietet: „Hackfressen schreddern“.

Sonntag, 24.07.2016, 11:07 Uhr

Laas Abendroth mit Museumsdirektor Burkhard Leismann vor Arbeiten des Künstlers in der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen.
Laas Abendroth mit Museumsdirektor Burkhard Leismann vor Arbeiten des Künstlers in der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen. Foto: Andrea Felske

Am Sonntag, 7. August, ab 11 Uhr lädt der Förderkreis des Kunstmuseums Ahlen zu einem bunten Sommerfest ein im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Sammlung PLUS “ / „ Laas Abendroth: Kunst muss wieder weniger werden“. Anlass ist die Präsentation der Ankäufe des Förderkreises aus den letzten Jahren für die Sammlung des Kunstmuseums. Die aktuelle Ausstellung des Sammlungsbestandes wird dafür eigens neu bestückt und bleibt bis zum 30. Oktober zu sehen.

Die Besucher erwarten bis in den Nachmittag hinein künstlerische Aktionen, Führungen, ein musikalisches Programm und Kreativ-Angebote zum Mitmachen für Groß und Klein. Mittags wird ein kleiner Imbiss des benachbarten Restaurant „Chagalls“ für einen Unkostenbeitrag von zehn Euro angeboten (nur nach vorheriger Anmeldung).

Zu Beginn des Sommerfestes um 11 Uhr startet Laas Abendroth seine allseits beliebte Aktion „ Hackfressen schreddern“. Interessierte können sich von dem Künstler aus Mülheim für einen Beitrag von zehn Euro original konterfeien lassen. Das eigenhändig gezeichnete Künstler-Porträt kommt hernach in den Schredder. Die Überreste werden sodann in einer Plastiktüte eingeschweißt und luftdicht verpackt, damit das „Hackfressenporträt“ möglichst lange haltbar bleibt. Die künstlerischen Interventionen, mit denen Laas Abendroth in die derzeitige Sammlungspräsentation eingreift, nehmen den Kunstbetrieb und seine ungeschriebenen Gesetze aufs Korn. Bis heute unhinterfragte Konventionen wie etwa die Originalität und Einzigartigkeit des Künstlers werden mit der Hackfressen-Aktion kritisch-bissig hinterfragt.

Anschließend, ab ca. 11.30 Uhr, führt Museumsdirektor Burkhard Leismann kostenlos durch die aktuelle Ausstellung. Junge und jung gebliebene Museumsbesucher können währenddessen an der Foto-Porträtaktion „Wer war Mona Lisa wirklich?“ von Museumspädagogin Dagmar Schmidt teilnehmen und sich in Gestalt von Klassikern der Kunstgeschichte selbst inszenieren. Gegen Mittag sorgt das „Duo Quartier Latin“ aus Amsterdam mit Leticia Bal (Marimba, Gesang und Percussion) sowie Paul Weiling am Saxofon mit mitreißendem Latin, Afro, Flamenco und Jazz für sommerlich beschwingte Rhythmen und Klänge.

Am Nachmittag gibt es ab 14 Uhr ein Kreativ-Angebot für die ganze Familie: Unter der Leitung von Dagmar Schmidt werden eigene „Gartenimpressionen“ bei einer Mini-Druckwerkstatt in kleine Radierungen verwandelt. Parallel dazu können Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren bei einem Percussion-Workshop mit Leticia Bal ihr Rhythmusgefühl erproben. Das Sommerfest klingt bei Kaffee und Kuchen aus. Um 15.30 Uhr findet die reguläre öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.

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