Parlamentarischer Staatssekretär in Ahlen
Mehr Geld für den Standort

Ahlen -

Um sich über die Baufortschritte auf dem Gelände der „Westfalen-Kaserne“ und die in zwei ausgedienten Blöcken eingerichtete Notunterkunft für Flüchtlinge zu informieren, war Dr. Ralf Brauksiepe zu Gast in Ahlen. Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Verteidigungsministerium wurde vom CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker begleitet.

Mittwoch, 17.08.2016, 21:08 Uhr

Abschluss am Unteroffiziersheim: Brigadegeneral Peter Gorgels, CDU-Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum, CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker, Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Oberstleutnant Stefan Kribus (v.l.) nach der umfangreichen Besichtigungstour am Bundeswehrstandort Ahlen.
Abschluss am Unteroffiziersheim: Brigadegeneral Peter Gorgels, CDU-Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum, CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker, Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Oberstleutnant Stefan Kribus (v.l.) nach der umfangreichen Besichtigungstour am Bundeswehrstandort Ahlen. Foto: Christian Wolff

Rund zwölf Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren in den Bundeswehrstandort Ahlen geflossen. Bis 2020 soll „eine noch deutlich höhere Summe“ folgen, um Ausstattung und Infrastruktur der „Westfalen-Kaserne“ auf den neusten Stand zu bringen. Mit dem Einzug des Aufklärungsbataillons 7 sowie weiterer Dienstbereiche werden hier in Zukunft rund 1000 Soldaten ihren Dienst ableisten.

Dr. Ralf Brauksiepe , Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, beschloss am Mittwochnachmittag seinen Besuch in der Liegenschaft an der Hammer Straße mit der guten Nachricht weiterer Investitionen. Und die drehen sich „nicht nur um Flachbildschirme für die Soldaten“, spielte Brauksiepe auf Kritik an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen an, der zu Beginn ihrer Amtszeit vorgeworfen wurde, sie würde die Standorte getreu einer ehemaligen Familienministerin zu „Kuschel-Kasernen“ umrüsten wollen. Ihm sei durchaus bewusst, dass dies nicht die Intention sei, die hinter den Maßnahmen stecke. „Wir brauchen motiviertes Personal, gerade in Zeiten des demographischen Wandels. Da muss sich die Bundeswehr auch als Arbeitgeber mit der entsprechend guten Ausstattung präsentieren, um junge Leute zu motivieren.“

Sowohl die Baufortschritte am künftigen „Trio“-Gebäude zur Truppenversorgung als auch der Zustand der benachbarten Notunterkunft für Flüchtlinge, wo derzeit rund 260 Personen untergebracht sind, stand auf dem Tagesprogramm, an dem sich ebenfalls Brigadegeneral Peter Gorgels vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen sowie der Kommandeur der Aufklärer und zugleich Standortälteste, Oberstleutnant Stefan Kribus, beteiligten.

Begehung des Standorts Ahlen.

Begehung des Standorts Ahlen. Foto: Carsten Völkel

Die Verzögerungen am „Trio“-Gebäude, bedingt durch Insolvenz des Trockenbauers und logistischer Folgen für andere beteiligte Gewerke, sprach Brauksiepe nur am Rande an, blickte während der abschließenden Pressekonferenz lieber nach vorn: „Die rein bauliche Fertigstellung ist bis Ende des Jahres in Sicht.“ Bis dann nach Feinschliff und Probebetrieb die Eröffnung anstehe, könne es noch bis zum zweiten Quartal 2017 dauern. Die geplante Ausstattung des zentralen Komplexes hat bei der Delegation bereits Eindruck hinterlassen. Die Neuausrichtung, alle Dienstgrade unter einem Dach zu beköstigen, sei zielführend.

„Wir haben uns 25 Jahre über die Friedensdividende gefreut, die nach der Wiedervereinigung einsetzte“, sagte Brauksiepe in Bezug auf die Entwicklung der Bundeswehr, die in der Aussetzung der Wehrpflicht mündete, und spielte den Ball gleich weiter: „Dass es diesen Standort überhaupt noch gibt, ist auch Reinhold Sendker zu verdanken.“ Kein Wunder, dass es dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten ein Anliegen war, ebenfalls die Ist-Situation vor Ort auszuloten.

Dem Parlamentarischen Staatssekretär war auch die enge Verbindung der Soldaten zur Zivilbevölkerung ein Anliegen. „Ich bin mit dem guten Gefühl nach Ahlen gekommen, dass die Stadt zu ihren Soldaten stehen und die Soldaten zu dieser Stadt“, fasste er zusammen. Symbolisch wurde die Verbindung auch durch die Teilnahme von Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz unterstrichen, die noch einmal betonten, dass die Verwaltung den Soldaten bei der Wohnraumsuche gerne unterstützen wollen. Wohnungsangebote interessierter Vermieter nehmen sowohl die Kaserne als auch das Bürgermeisterbüro entgegen.

Wir brauchen motiviertes Personal, gerade in Zeiten des demographischen Wandels.

Dr. Ralf Brauksiepe
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