Bauprojekt Jahnwiese: Anwohner verärgert
Nervender Schulverkehr

Ahlen -

Eigentlich sollte es um das Wohnbauprojekt Jahnwiese gehen. Anwohner war am Donnerstagabend bei einer Bürgerinfo der Stadt aber eher danach, ihrem Ärger über den Schulverkehr Luft zu machen.

Freitag, 09.09.2016, 20:09 Uhr

Verkehrsprobleme auf der Sedanstraße: Anwohner sprachen sie bei der Bürgerversammlung zum Projekt Jahnwiese an.
Verkehrsprobleme auf der Sedanstraße: Anwohner sprachen sie bei der Bürgerversammlung zum Projekt Jahnwiese an. Foto: Peter Schniederjürgen

Drei Dutzend Anwohner rund um die Jahnwiese – das Quartier zwischen Sedan-, Spilbrink- und Jahnstraße – trafen sich am Donnerstagabend in der Aula der Real- und Sekundarschule, um sich von Vertretern der Stadt und der St.-Vincenz-Gesellschaft über die Zukunft der ehemaligen Sportfläche Jahnwiese zu informieren. Allerdings konnten dabei die Hauptsorge der Anwohner nicht besprochen werden. Die nach ihren Worten chaotischen Verkehrsverhältnisse an der Schule vor Unterrichtsbeginn und zum Ende.

„Das ist nicht der Gegenstand unseres Infoabends“, wiegelte Stadtplaner Markus Gantefort ab. Er führte per Videopräsentation die zukünftige Bebauung vor. Im ostwärtigen Teil zur Sedan­straße sollen Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen; im westlichen zur Jahnstraße eine Wohneinheit der St.-Vincenz-Gesellschaft. Dabei zeigte Markus Gantefort den Verlauf der Baumreihe an der Spillbrinkstraße. „Die hintere ist von erheblichem ökologischen Wert und bleibt bestehen. Die vordere Baumreihe ist weitgehend abgängig. Sie weicht einem durch Neupflanzungen geteilten Parkstreifen“, zeigte der Stadtplaner auf der Skizze. So wird zwischen der Schule und der Neubebauung eine rund 4500 Quadratmeter große Grünfläche mit Spielplatz entstehen. Bedenken seitens der Anwohner bestanden im Wesentlichen in der nicht zum Thema gehörenden Verkehrsführung zu den Schulstoßzeiten. Hier konnte auch keine Einigung erzielt werden. Moderator und Ratsherr Frank Viehfeger sicherte zu, dieses Problem erneut im Rat zu thematisieren.

Auf dem Podium: Peter Kast, Stephan Marx, Dr. Karl Stricker, Manfred Lechtenberg, Frank Viehfeger, Markus Gantefort und Thomas Kampmann.

Auf dem Podium: Peter Kast, Stephan Marx, Dr. Karl Stricker, Manfred Lechtenberg, Frank Viehfeger, Markus Gantefort und Thomas Kampmann. Foto: Peter Schniederjürgen

„Wir bauen nach Standards des Sozialen Wohnungsbaues. Schön, aber keinen Luxus“, stellte der Architekt der geplanten Wohneinheit der St.-Vincenz-Gesellschaft, Peter Kast aus Düsseldorf , vor. Das zweigeschossige Gebäude wird 24 Plätze bieten.

Es sind keine forensischen Patienten, es handelt sich um erwachsene chronisch psychisch kranke Frauen und Männer.

Dr. Karl Stricker

„Die künftigen Bewohner leben derzeit in Wohngruppen im St. Vinzenz am Stadtpark“, erklärte Dr. Karl Stricker, Betriebsleiter der Gesellschaft. Er zerstreute Sicherheitsbedenken: „Es sind keine forensischen Patienten, es handelt sich um erwachsene chronisch psychisch kranke Frauen und Männer.“ Die werden in vier kleinen Wohngruppen zu je sechs Bewohnern dort leben. „Ein Teil der Bewohner besucht die Freckenhorster Werkstätten“, führte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Stephan Marx, aus. Das brachte sogleich wieder Anwohnerbedenken nach dem Verkehrsaufkommen auf.

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