Caritas-Flüchtlingsberatung
Noch mehr auf Zielgruppen zugehen

Ahlen -

Susanne Kumbier verstärkt das Team der Caritas. Die Diplom-Pädagogin berät Asylbewerber.

Donnerstag, 22.09.2016, 17:09 Uhr

Die Ansprechpartner: Helena Sieniawski, Susanne Kumbier, Verena Hucke und Heinrich Sinder (v. l.) von der Caritas bieten die Flüchtlingsberatung an.
Die Ansprechpartner: Helena Sieniawski, Susanne Kumbier, Verena Hucke und Heinrich Sinder (v. l.) von der Caritas bieten die Flüchtlingsberatung an. Foto: Ralf Steinhorst

Seit dem 1. September bietet der Caritasverband des Dekanats Ahlen die Flüchtlingsberatung an. Neben der schon für die Caritas in der Migrationsberatung tätigen Sozialarbeiterin Verena Hucke konnte die Diplom-Pädagogin Susanne Kumbier für die neue Aufgabe gewonnen werden.

Durch die steigende Flüchtlingszahl hat das Land NRW neue Programme aufgelegt, um die Betreuung von Asylbewerbern zu verbessern. Auf diese Weise konnten die beiden nun für die Flüchtlingsberatung tätigen Caritas-Mitarbeiterinnen finanziert werden, wobei Susanne Kumbier 70 Prozent der anfallenden Aufgaben übernehmen wird.

Zwar hat sich die Caritas auch bisher schon den Flüchtlingen im Zuge der Migrationsberatung angenommen, eine Beratung in Asylverfahren war aber nicht möglich. „Nun können wir aber für die Zielgruppe intensiv da sein“, erklärte Helena Sieniawski , Fachdienstleiterin für Integration und Migration. Sie und Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder sind froh, mit Susanne Kumbier aus Unna zukünftig eine erfahrene Flüchtlingsberaterin als Verstärkung zu haben. Denn es ist nicht leicht, auf diesem Gebiet qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

Die Aufgabe der Flüchtlingsberatung hat Susanne Kumbier schon seit einigen Jahren in Holzwickede und Lünen ausgefüllt. „Ich habe mich für das Thema immer interessiert“, wird sie ihr Herzblut zunächst für ein Jahr einbringen. Sollte das NRW-Programm für 2018 verlängert werden, dann wahrscheinlich auch länger.

Mit der neuen Flüchtlingsberatung baut die Caritas auf die Migrationsberatung auf. Denn mit der Flüchtlingsberatung unterstützt sie Menschen, die Asyl suchen und noch nicht anerkannt sind. Hier haben Hilfen im Asylverfahren, bei Arztbesuchen oder Behördengängen und andere Herausforderungen bei der Bewältigung des Alltags Priorität. Werden die Asylbewerber anerkannt, folgt der Übergang in die Migrationsberatung, die in die Integration begleitet. Dort werden die Schwerpunkte mit beruflicher Bildung, Schule oder Sprachförderung anders gesetzt.

Die Sprechzeiten finden in den Räumen der Caritas an der Rottmannstraße statt, aber auch Besuche in der häuslichen Umgebung sind möglich. Die Flüchtlingsberaterinnen sind aber auch Anlaufpunkt für Ehrenamtliche, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren, sowie für Ahlener Bürger. Wichtig ist der Caritas das Knüpfen eines Netzwerks mit anderen Flüchtlingsberatungen. So gibt es schon eine enge Zusammenarbeit mit dem Bürgerzentrum Schuhfabrik.

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