Platz der Städtepartnerschaft
„Berliner Bär“ sorgt für Amüsement

Ahlen -

Er ist fertig gestaltet, der Platz der Städtepartnerschaft: Am Freitag machten sich Vertreter der Verwaltung und engagierte Bürger auf zu einer Begehung.

Freitag, 30.09.2016, 15:09 Uhr

Sofort ausprobieren: Baurat Andreas Mentz testete den QR-Code für Infos über die Partnerstädte mit seinem Smartphone.
Sofort ausprobieren: Baurat Andreas Mentz testete den QR-Code für Infos über die Partnerstädte mit seinem Smartphone. Foto: Peter Schniederjürgen

„Just in time” ist eigentlich ein Begriff aus der Industrie und bezeichnet die rechtzeitige Anlieferung von produktionsnötigen Komponenten. Und „just in time“ wurde jetzt der „Platz der Städtepartnerschaft“ kurz vor dem Tag der deutschen Einheit fertiggestellt. Die dahinterliegende Friedrich-Ebert-Halle, eine der großen Sportstätten der Stadt, erstrahlt zudem in neuem Farbkleid und der Bürgmeister bedankte sich Freitagmittag bei allen am Projekt Beteiligten.

„Es ist eine fantastische Leistung – im Juni begonnen und jetzt fertig“, lobte Dr. Alexander Berger . Wenn auch noch die blanke Erde zu sehen ist, werde doch im Frühjahr hier Gras sprießen. „Wir wollen dann sehen, ob sich dann Veranstaltungen in der Halle auch auf diesen schönen Platz ausdehnen“, überlegte der Bürgermeister.

Ein Rundweg verbindet nun Stele, Mauerstück, Wegweiser, den „Berliner Bären “ und die Infotafel der Partnerstädte. „Auf Anregung von Dieter Massin haben wir die Orte mit digitalen Codes versehen, die über das Smartphone gelesen werden können“, zeigte Baudezernent Andreas Mentz im Selbstversuch.

Am südlichsten Punkt des Weges steht das Präsent aus Teltow , ein originales Stück der Berliner Mauer . „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass dieses Stück eine würdigen Platz bekommen hat“, lobte Dieter Massin die Aufstellung. Besonders rückte der engagierte Ahlener die künstlerische Gestaltung des Mauerfragmentes in den Fokus. „Das hat Selinay Kamali mit ihren ehemaligen Mitschülern der Fritz-Winter-Gesamtschule hervorragend gelöst“, lobte der Ex-Lehrer. Die angehende Kunststudentin hatte bis zum letzten Moment an der farbigen Gestaltung des historischen Mauerrestes gearbeitet.

Zwar ging der „Berliner Bär“ seiner bronzetypischen Patina verlustig, doch steht er jetzt gut sichtbar und blickt über die freie Fläche. Dass er der Stadt das Hinterteil zeigt, sorgte immer wieder für amüsierte Bemerkungen.

„Mit diesem Platz haben wir einen würdigen Rahmen für die Gaben der Partnerstädte gefunden und freuen uns. schon im kommenden Jahr mit ihnen im Rahmen des Stadtfestes hier zu feiern“, kündigte Berger an. Baudezernent Mentz gab einen kurzen Rückblick in die Geschichte, die mit der Bewerbung zur Landesgartenschau begann: „Es sollte – vor meiner Zeit in Ahlen – eine Verbindung vom Berliner Park bis zur Fritz-Winter Gesamtschule geben.“ Das sei mit dem neu gestalteten Platz geschehen.

Andreas Mentz räumte auch Befürchtungen ob der Namensgebung des benachbarten Parks aus: „Wenn wir auch Arbeitstitel wie Sportpark oder ähnliches haben – es bleibt der Berliner Park.“

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