Das Bild nimmt Gestalt an
Erste „Wahlscheine“ im VHS-Briefkasten

Ahlen -

Schon vorm offiziellen Start der Meinungsabfrage haben einige Bürger ihre Stimmkarte zum Marktpflaster abgegeben. Seit Montag liegen nun genug Karten in der VHS und im Stadtwachtbüro aus.

Montag, 07.11.2016, 20:11 Uhr

Druckfrische Karten zur Abstimmung übers Marktpflaster (hier die gesägten Altsteine unter der Lupe) gibt es im Stadtwachtbüro und der VHS. Das Abstimmungsverfahren hat offiziell begonnen.
Druckfrische Karten zur Abstimmung übers Marktpflaster (hier die gesägten Altsteine unter der Lupe) gibt es im Stadtwachtbüro und der VHS. Das Abstimmungsverfahren hat offiziell begonnen. Foto: Jörg Pastoor

Ja: Derya Bickici hört immer wieder mal Fragen nach den Karten. „Die Leute kommen herein und wollen wissen, wo sie liegen.“ Aber das sei Freitag gewesen, als die Beteiligung der Ahlener an der Entscheidung übers neue Marktpflaster noch nicht offiziell gewesen sei, sagt die Verwaltungskraft in der Volkshochschule .

Einen Stock höher liegt der erste, noch überschaubare Stapel auf Thomas Gramatkes Schreibtisch. „So 20 Stück dürften es schon sein“, schätzt der Geschäftsführer der VHS. Auch im Büro der Innenstadtkoordinatoren passiert am Montagmorgen noch nicht viel. Die Papiere im DIN-A6-Format sind gerade erst ein paar Stunden verfügbar. Im Schaufenster des Stadtwacht-Pavillons an der Bahnhofstraße weisen zwei Plakate allerdings gut sichtbar drauf hin: Auch hier können die Bürger ihre Stimme abgeben.

Die Stadtverwaltung setzt damit bei der Pflasterfrage das Verfahren um, das sich bei der Meinungsabfrage zum Lieblingstyp unter den neuen Ruhebänken für die Innenstadt bewährt hatte. Damals beteiligten sich über 600 Leute an der Möglichkeit, mitzuentscheiden.

Seit Montag läuft nun also die vierwöchige „Wahl“. Ihr Ausgang kann und soll zwar nicht die Entscheidung im Stadtrat ersetzen oder vorwegnehmen, doch sie ist wie berichtet als Indikator für das Votum des Stadtparlaments gedacht.

Für den Start sind nach Auskunft von Stadtsprecher Frank Merschhaus schon mal genug Karten gedruckt und ausgelegt – eben in der VHS am Markt und an der Bahnhofstraße – und bewusst nur da. „Die Leute sollen die Möglichkeit haben, sich vorher einen Eindruck vom Probepflaster zu verschaffen“. Zu weit entfernt sollen die Abgabestellen da nicht entfernt sein. Sollten die „Wahlscheine“ vergriffen sein, geht die Meldung sofort ans Rathaus. „Dann werden natürlich sofort neue gedruckt“, so Merschhaus.

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