Verkaufsoffener Sonntag
4. Advent: Die Stadt brummt

Ahlen -

Durchweg zufrieden äußerten sich die Einzelhändler am Sonntagnachmittag zur Hälfte des verkaufsoffenen Sonntags. In Richtung „Verdi“ meinte Bernd-Uwe Lieftüchter, die Gewerkschaft solle doch die Kunden befragen. In Münster waren auf Betreiben „Verdis“ verkaufsoffene Sonntage entfallen.

Montag, 19.12.2016, 11:12 Uhr

Seine gebrannten Mandeln sind beim Einkaufsbummel gefragt: Frank Schardien kommt aus dem Rösten nicht heraus.
Seine gebrannten Mandeln sind beim Einkaufsbummel gefragt: Frank Schardien kommt aus dem Rösten nicht heraus. Foto: Dierk Hartleb

Dieser 4. Advent hat es gebracht. „Die Stadt brummt“, sind sich die Einzelhändler einig. Dabei waren die ersten drei langen Adventssamstage aus Sicht von Bernd-Uwe Lieftüchter eher verhalten. Für die Aktivitäten der Gewerkschaft „ Verdi “, die den Kaufleuten in Münster per Gerichtsbeschluss die offenen Sonntage verhagelte, hat der Textilkaufmann wenig Verständnis. „,Verdi‘ sollte mal die Verbraucher befragen“, hält er Sprachrohr Bernd Bajohr entgegen. Und seine Mitarbeiter nähmen die erhöhte Vergütung für die Sonntagsöffnung gerne mit.

Auch Josef Ostermann vom gleichnamigen Porzellanhaus ist mit dem Sonntag sehr zufrieden. Er weiß aus Gesprächen, dass der Tag gerne von den Familien genutzt wird, die sonst keine Gelegenheit zum gemeinsamen Einkaufen hätten.

In der benachbarten Mayerschen Buchhandlung Sommer freut man sich nicht nur über das Interesse an Büchern – ganz oben stehen Charlotte Link, Harry Potter, Sebastian Fitzek und Förster Peter Wohlleben –, sondern auch über die gute Laune der Kunden. „Alle warten geduldig, wenn‘s an der Kasse mal länger dauert“, ist Leiterin Karin Becker aufgefallen.

Raphael Fischer freut sich für seine Kollegen, dass es nicht nur in der Fußgängerzone, sondern auch in vielen Geschäften voll ist. Wer seine Liebsten oder seinen Liebsten zu Weihnachten mit Schmuck überraschen will, nutze nicht unbedingt diesen Sonntag.

Petra Höltgen von Lederwaren Dahlhaus rät, am nächsten Samstag noch einmal wiederzukommen. Dann erwartet sie die Kurzentschlossenen. Im Schuhhaus Mönch bleibt Kristof Lüthje ganz gelassen: Weihnachten ist nicht unbedingt Schuhzeit. Die würden eher im Frühjahr oder im September gekauft . . .

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