Ausstellung im Stadtteilbüro Süd
„Mexiko“ oder „Siedlung“?

Ahlen -

Bilder und Erinnerungen aus dem Südenstadtteil haben die Anwohner in den vergangenen Monaten eingereicht. Jetzt ist das Ergebnis als Ausstellung zu sehen.

Mittwoch, 18.01.2017, 18:01 Uhr

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen auch einige Anwohner, mit deren Hilfe
Zur Eröffnung der Ausstellung kamen auch einige Anwohner, mit deren Hilfe Foto: Peter Schniederjürgen

Erwächst aus der Mexiko-Ausstellung im Stadtteilbüro Süd gar eine dauerhafte Erinnerungsrunde der Anwohner? Das regte am Dienstag Stadtteilbüro-Geschäftsführer Hermann Huerkamp an. Gemeinsam mit vielen Anwohnern und der Initiatorin Anna Wroblewski eröffnete er die Ausstellung. Auf gut einem Dutzend Bildtafeln sind Fotos aus der Geschichte des Südenstadtteils und Geschichten der Anwohner zu entdecken. Zu sehen sind Alltagsszenen, Schulen und Geschäfte, aber auch Parks und Sportanlagen. Die Ausstellung ist für die kommenden zwei Wochen zu den Öffnungszeiten des Büros zu sehen.

Warum heißt der Stadtteil eigentlich „ Mexiko “? Die Anwohner bezeichnen ihn doch als „Siedlung“. „Wir haben dazu mehrere Antworten herausgefunden“, sagt Ausstellungsmacherin Wroblewski. Diese Geschichten hängen ebenso an der Wand wie die Bilder dazu. „Das war kurz vor Kriegsende, als die Amerikaner mit einer Kolonne von Walstedde aus kamen“, erzählt Ruth Vogt eine Version. Danach stieß ihr Bruder Werner Witt mit einigen Freunden auf die Kolonne. Die Soldaten fragten nach dem Weg und der spätere Schwimmmeister Werner Witt antwortete, indem er Richtung Süden zeigte. Mangels Sprachkenntnissen kam darin wohl auch Mexiko als südlich der USA gelegen vor. Peng – da hatte der Stadtteil seinen Namen weg. Wenn es denn wirklich so war.

Einer der ältesten Straßenzüge des südlichen Stadtteils ist der Ulmenhof. Hier siedelten sich viele Bergarbeiter an. Zum 60. Jahrestag der Gründung der Straße wollten die Anwohner einen Gedenkstein legen. Die Aufgabe für den „Bürgermeister vom Ulmenhof“, Martin Mingram. „Wir haben Stadt und Wohnungsgesellschaft kräftig gegeneinander ausgespielt, um den Stein und den Baum dazu zu bekommen, mit Erfolg“, freut sich Mingram noch immer. Eine weitere Idee für Hermann Huerkamp: „Dann steht ja bald wieder ein glattes Jubiläum an, das sollten wir im Auge behalten“, zwinkert der Stadtteilbürochef.

So jagt eine Geschichte und Anekdote die andere. Sicher Stoff genug für mehr als einen Plaudernachmittag bietet der Stadtteil auf jeden Fall.

Geöffnet hat das Büro an der Gemmericher Straße montags bis mittwochs von 10 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr, freitags von 12 bis 13.30 Uhr.

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