Integrationsrat
Einstimmig für städtische Nachnutzung

Ahlen -

Soll die Bodelschwinghschule wieder unter städtischer Regie stehen und als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete genutzt werden, wenn die Notunterkunft schließt? Ja, fanden die Mitglieder des Integrationsrats.

Donnerstag, 26.01.2017, 21:01 Uhr

Bald geschlossen: die NU Bodelschwinghschule.
Bald geschlossen: die NU Bodelschwinghschule. Foto: Gösmann

Das erste politische Gremium, das über die Nachnutzung der Notunterkunft Bodelschwingh­schule beschließen durfte, war am Donnerstagabend der Inte­grationsrat. Einstimmig fiel dort das Votum, das Gebäude wieder unter städtische Regie zu nehmen und es nicht als Stand-by-Einrichtung weiter dem Land zu überlassen.

Zuvor hatte Daniela Noack , Leiterin des städtischen Integrationsteams, kurz erläutert, dass die Verwaltung die Bodelschwinghschule als mögliche Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen vorhalten möchte. Zwar sei es momentan noch nicht möglich, vorherzusagen, wie viele Flüchtlinge der Stadt in den kommenden Monaten zugewiesen würden, aber sie gehe „ganz, ganz vorsichtig geschätzt“ von 300 bis 400 Menschen, verteilt über das ganze Jahr, aus. Zudem erfolge die Zuweisung in die Kommunen in kleinen Schritten und könne auch immer noch individuell mit der Bezirksregierung abgestimmt werden. Auf jeden Fall mache es Sinn, mit der Bodelschwinghschule eine „Back-up-Einrichtung“ zu haben, denn in einer Gemeinschaftsunterkunft sei auch eine intensivere Betreuung möglich.

Ausschussmitglied Erhard Richard ( CDU ) interessierte, wie viel eventuelle bauliche Anpassungen in der Schule kosten würden und ob dafür Mittel im Haushalt eingestellt seien. Ulla Woltering , Fachbereichsleiterin Soziales, konnte noch keine genauen Zahlen nennen und verwies darauf, dass es jetzt erst einmal um die Grundsatzentscheidung gehe, die Schule wieder in städtische Hände zu legen. Im Februar, so Ulla Woltering, stehe das nächste Gespräch mit der Bezirksregierung über mögliche Zuweisungen an. Man bereite sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor, habe auch den Wohnungsmarkt immer im Blick. Und es könne auch sein, dass die Schule erst einmal gar nicht benötigt wird, weil die Stadt noch über weitere Unterkünfte verfügt.

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