Blumengeschäft Osthues
Von der „Warendorfer“ zur „Walstedder“

Ahlen -

Das Blumengeschäft Osthues schließt. Aber nur den Laden an der Warendorfer Straße. Schön Blühendes gibt‘s weiterhin – an einem anderen Standort.

Samstag, 28.01.2017, 07:01 Uhr

Erika Osthues und ihr Sohn Johannes im Blumengeschäft. Das schließt zwar, aber das Angebot bleibt.
Erika Osthues und ihr Sohn Johannes im Blumengeschäft. Das schließt zwar, aber das Angebot bleibt. Foto: Sabine Tegeler

„Das war Ostern 1960.“ Wie aus der Pistole geschossen antwortet Erika Osthues auf die Frage, wann eigentlich ihr Blumengeschäft an der Warendorfer Straße eröffnet wurde. 57 Jahre hat die Familie Osthues dort Blumen arrangiert und verkauft, Kränze gebunden, Dekoration angeboten. Erst im Anbau nach hinten raus, dann vorne im Ladenlokal. Damit ist nun Schluss.

Schluss? Nein. Nur den Standort Warendorfer Straße geben die Osthues‘ auf. Das Floristik-Angebot wandert an die Walstedder Straße und wird dort an die Baumschule von Johannes Osthues junior angegliedert.

„Wir machen das aus gesundheitlichen Gründen“, sagen Erika Osthues und ihr Mann Johannes. Sie ist 76, er 78 Jahre alt: Da wolle man es doch mal etwas bequemer haben. Zumal die Treppen in der Wohnung über dem Geschäft dem Senior zu schaffen machen. Der gibt zu, dass er nach dem Entschluss, Geschäft und Wohnung aufzugeben, „erst ein paar Wochen knatschig“ gewesen sei. Aber mittlerweile sehe er auch, dass das die beste Lösung ist.

Zumal Johannes junior und dessen Frau Susanne, die den elterlichen Betrieb schon 2003 übernahmen, es den Kunden leicht machen: „Das Angebot bleibt“, sagt Johannes Osthues. Seine Frau sei nicht nur Gärtnerin, sondern auch Floristin. Auch die Aushilfe, die an der „Warendorfer“ arbeitete, wandert mit zur „Walstedder“. Und nicht zuletzt will Mutter Erika sich nicht ganz aufs Altenteil zurückziehen: „So ein bisschen helfe ich noch mit“, wird sie da sein, wenn sie gebraucht wird.

Wenn die Blumen ab April dann an der Walstedder Straße gebunden werden, gibt es auch dort geregelte Öffnungszeiten, kündigt Johannes Osthues an. Das sei bislang nicht gegangen: „Ich bin ja immer unterwegs.“ Denn zum Osthues‘schen Betrieb gehören auch die Pflege von Privatgärten, die Gräberpflege und die Beteiligung am gärtnerbetreuten Grabfeld auf dem Südfriedhof.

Der April wird für die ganze Familie Osthues nun also ein besonders arbeitsreicher Monat. Nicht nur, dass der Umzug und das Ostergeschäft vor der Tür stehen, der Familienbetrieb präsentiert sich auch auf der „Neuen Ahlener Woche“. Eine gute Gelegenheit für die Kunden, findet der Gärtner, sich über die Neuerungen bei Osthues persönlich zu informieren.

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