Wohnbauflächenzielkonzept
Grundstücke für jeden Geldbeutel

Ahlen -

Das Wohnbauflächenzielkonzept der Stadt Ahlen eröffnet Bauwilligen neue Perspektiven. Bis zum Jahr 2018 sollen knapp 80 neue Wohneinheiten geschaffen werden.

Dienstag, 28.02.2017, 19:01 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.02.2017, 16:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 28.02.2017, 19:01 Uhr
Auf diesem Areal an der Richard-Wagner-Straße soll ein neues Baugebiet entstehen.
Auf diesem Areal an der Richard-Wagner-Straße soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: Ulrich Gösmann

212 neue Wohneinheiten nur in den vergangenen drei Jahren – eine beachtliche Zahl, die sich sehen lassen kann. Meint nicht nur Bürgermeister Dr. Alexander Berger , der am Dienstag das Wohnbauflächenzielkonzept in einem Pressegespräch im Rathaus erklärte.

„Wir wollten die Zahlen, die dahinter stehen, erläutern, bevor das Konzept in die parlamentarische Beratung geht“, stellte Stadtbaurat Andreas Mentz einleitend fest. Mit dem jetzt vorgelegten Konzept komme die Verwaltung einem 2015 gefassten Beschluss des Rates nach, Bauen in Ahlen wieder attraktiv zu machen. Dazu habe man zunächst das bereits vorhandene Baulückenkataster überarbeitet, führte Mentz weiter aus. Und spielte den Ball weiter an Berger, der die Zahl neuer voraussichtlich bis 2018 fertiggestellter Wohneinheiten mit knapp 80 bezifferte. „Was sich in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat, ist sehr positiv“, resümierte Berger.

Bürgermeister, Baudezernent und Stadtplaner stellten das Wohnbauflächenzielkonzept vor.

Bürgermeister, Baudezernent und Stadtplaner stellten das Wohnbauflächenzielkonzept vor. Foto: Dierk Hartleb

Die Aussichten für Bauwillige sind nach Überzeugung des Technischen Beigeordneten deutlich besser geworden. Ziel sei es, für jeden Bauwunsch ein passendes Angebot im Stadtgebiet zu haben. Mit angefangenen Baugebieten, die nicht „voll liefen“, sei niemandem gedient. Nicht dem Erschließungsträger, der die Kosten vorstrecke, und nicht den Anwohnern, die Jahre lang mit Baufahrzeugen und Baustraßen leben müssten. Erfreulicherweise wären die Neubaugebiete in Vorhelm (Dornbreede) und Dolberg („Lange Wand“) inzwischen auch so gut wie ausgebucht.

Aktuell ergeben sich im Stadtgebiet für Bauwillige Perspektiven in den Baugebieten Alte Gärtnerei Lodenkämper (20 Wohneinheiten in Planung), Dahlweg (7), Handkamp (25), Jahnwiese (12) sowie Kleine Pferdewiese an der Robert-Koch-Straße Ecke Richard-Wagner-Straße (15).

Stadtplaner Markus Gantefort wies darauf hin, dass es sich bei diesen Vorhaben „überwiegend um die Umnutzung früherer Nutzflächen innerhalb von Wohngebietslagen handelt.“ So entständen nicht nur neue Wohnflächen, auch Brachflächen würden auf diese Weise verschwinden.

Auch für die Ortsteile sah Gantefort weitere interessante Entwicklungsmöglichkeiten. So werde derzeit die Fläche Gartenstraße / Schulstraße, auf der sich ein Geschosswohnungsbau für 16 Wohneinheiten umsetzen lässt, überplant. Im Dolberger Ortskern gibt es nach Auskunft von Mentz ein größeres Areal, auf dem sich überschlägig 38 Wohneinheiten in Form von Einfamilienhäusern und Geschosswohnungsbauten realisieren ließen.

Zudem beinhaltet das Wohnbauflächenzielkonzept auch die bauliche Umnutzung von insgesamt zwölf Spielplätzen im Stadtgebiet. Berger und Mentz sicherten bei der Umsetzung eine intensive Bürgerbeteiligung zu.

Erheblichen Nachholbedarf gebe es bei öffentlichen geförderten Wohnungsbau, räumten Berger und Mentz ein. Der überwiegende Teil der Wohnungen sei aus der Bindung herausgefallen. In der LEG und Vivawest habe man gleichwohl zwei starke Akteure auf dem Markt für preiswerten Wohnraum.

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