Ausstellung am Glückaufplatz
„Jupp-Foto-Club“ legt los

Ahlen -

Der „Jupp-Foto-Club“ ist Herr über Zehntausende von Fotos aus der Geschichte der Zeche Westfalen. Jetzt richtet er seine Ausstellungsräume ein.

Sonntag, 02.04.2017, 16:04 Uhr

Die ersten Meter sind für den Vorstand mit Werner Danzer, René Aupers, Marc Senne, Bernd Tümmler und Manfred Gola im „Jupp-Foto-Club“ geschafft.
Die ersten Meter sind für den Vorstand mit Werner Danzer, René Aupers, Marc Senne, Bernd Tümmler und Manfred Gola im „Jupp-Foto-Club“ geschafft. Foto: Ralf Steinhorst

Die ersten Meter in der Geschichte des Vereins zur Bewahrung der Bilddokumentation Zeche Westfalen sind zurückgelegt. Zeit also, um die Mitglieder erstmals über die Fortschritte zu informieren. Die durften am Donnerstagabend in den Vereinsräumen am Glückaufplatz 11 dann auch gleich die Ausstellung mit zahlreichen Fotos aus der Historie der Zeche besichtigen.

Eigentlich bezeichnet sich der Verein inzwischen ja lieber griffig mit der Zweitbezeichnung „Jupp-Foto-Club“. „Der Begriff ist in der Küche von Jupp entstanden“, erklärte der Vereinsvorsitzende Marc Senne ohne Umschweife. Jupp, das ist der Ehrenvorsitzende Josef Hesse , der über Jahrzehnte Fotos der Zeche Westfalen gesammelt hat, 10 000 an der Zahl. Die gehören dem Verein zwar noch nicht, er hat aber darauf Zugriff. Später soll der Verein die Bilddokumente erben. Zudem kann der Foto-Club über weitere 10 000 Fotos aus anderen Quellen verfügen.

Nach der Vereinsgründung am 9. September 2015 wurden die ersten Monate genutzt, um vereinsrechtliche Angelegenheiten zu regeln und sich um Räume zu kümmern. Hier stand die Vivawest-Stiftung hilfreich zur Seite und schaffte dem „Jupp-Foto-Club“ die Nutzungsmöglichkeit des ersten und zweiten Obergeschosses am Glückaufplatz 11, wobei das erste Obergeschoss den Ausstellungszwecken dient.

Im Raum „Flöz Sonnenschein“ ist ein Fotostudio eingerichtet, in dem sich die Ausstellungsbesucher in einer Strecke wähnen. Im Flur steht ein großer Flachbildmonitor zur Filmpräsentation bereit, in den übrigen Räumen hängen bereits 99 Bilderrahmen, die noch nach und nach beschriftet werden. Auf der Agenda steht aber auch die Digitalisierung der Fotos, die einige Monate in Anspruch nehmen wird.

Jeden Dienstag ist von 16 bis 18 Uhr ein Treffen, um die Ausstellung weiterzuentwickeln. Wann sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, steht noch nicht fest. „Es soll in diesem Jahr sein“, verriet Marc Senne dann doch unverbindlich.

Er hatte mit seinen Vorstandskollegen große Ideen. So könnte die Ausstellung mit Führung zukünftig Vereinen, Schulen oder Betriebsausflügen als Ziel dienen – mit anschließendem Rundgang durch die Kolonie und die Schachtanlage. Zur Unterhaltung könnten dann noch die Module „Sport“ mit der Nutzung der Soccerhalle, „Höhe“ mit der Besteigung der Fördertürme oder „Geschichte“ mit der Führung durch die noch bestehenden Hallen die insgesamt drei bis vier Stunden abrunden.

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