Zirkus Charles Knie
Moderne Show in neuem Zelt

Ahlen -

Die Minischweine stehen schon parat, die Artisten der „Truppe Messoudi“ Kopf und das Zelt auf seinen stählernen Beinen: Der Zirkus Charles Knie bittet ab Freitag zu insgesamt sechs Vorstellungen.

Donnerstag, 06.04.2017, 19:04 Uhr

Minischwein Pünktchen ist ein bisschen spät. Alle anderen stehen schon bei Jochen Träger Krenzola jr. parat.
Minischwein Pünktchen ist ein bisschen spät. Alle anderen stehen schon bei Jochen Träger Krenzola jr. parat. Foto: Ulrich Gösmann

Das nächste Großereignis auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz wirft seine Schatten voraus. Schatten? Einen Mega-Schatten wohl eher. Denn das Zelt, das der Zirkus Charles Knie aufbaut, hat einen stattlichen Durchmesser von 38,5 Metern, ist 17 Meter hoch. „Wir haben 1438 Plätze“, ist Pressesprecher Patrick Adolph dann auch sichtlich stolz beim Rundgang über das Gelände.

Während mit dem Gabelstapler gerade die Stühle angefahren werden, nehmen andere schon auf der Bank Platz: Jochen Träger Krenzola jr. bittet die Minischweine zum Fototermin, die sich mal mehr, mal weniger artig vor ihrem Tierlehrer aufreihen. Laufenten, Hunde, Truthähne und Kamele schauen derweil dem Spektakel zu – ihr erster Auftritt steht erst am Freitag, 7. April, um 16 Uhr an. Die Premierenvorstellung ist gleichzeitig Familienvorstellung – es gelten verbilligte Eintrittspreise.

Apropos Premiere: Für den Zirkus Charles Knie ist auch Ahlen Premiere. Und er kommt gleich mit einem nagelneuen Zelt. „Das ist schon was Besonderes. Wir haben es bislang erst fünfmal aufgebaut“, berichtet Patrick Adolph.

Wir sind ein traditioneller Zirkus modern verpackt.

Patrick Adolph

Das Team geht dabei routiniert vor, alle arbeiten Hand in Hand. Etwa zehn Stunden, so Adolph, dauere es, bis alles passt, nicht wackelt und dennoch Luft hat. „Am Abend nach dem Silbermond-Konzert ist unser technisches Team schon hier gewesen und hat alles vermessen“, erklärt Patrick Adolph, so habe jeder beim Eintreffen am Morgen danach schon gewusst, wo er hin muss. Logistik ist schließlich das A und O, wenn man mit etwa 120 Wagen anreißt.

Die „Truppe Messoudi“

Die „Truppe Messoudi“ Foto: Ulrich Gösmann

Der Zirkus Charles Knie bringt zudem nicht nur das bereits erwähnte Kleinvieh mit, sondern auch große Kaliber: Kamele, Zebras und verschiedene Rinderarten. Alle haben mittlerweile ihren Platz gefunden.

Auch die, die immerfort trainieren: die zahlreichen Artistikgruppen zum Beispiel. Zwei von ihnen geben einen Tag vor Beginn der großen Show schon einmal einen kleinen Einblick in ihr Können: Das „Duo Mendini“ bewegt sich auf Rollschuhen so, wie die meisten Menschen es nicht mal mit normalen Schuhen können. Und die „Truppe Messoudi“ scheut sich nicht vor den kalten Temperaturen, lässt die Hemden fallen und präsentiert „mal eben so“ gewagte Handstandakrobatik. Die Tänzerinnen vom Zirkus eigenen Ballett umrahmen das Ganze.

Ja, der Zirkus hat auch ein Ballett, macht Patrick Adolph Werbung: „Und ein achtköpfiges Live-Orchester.“ Zusammen mit moderner Lichttechnik biete der Zirkus Charles Knie so eine ganz moderne Show, die aber das typische Zirkusfeeling nicht außen vor lasse. „Wir sind ein traditioneller Zirkus modern verpackt. Wir wollen da mit der Zeit gehen.“

Wie das funktioniert, beweisen Artisten, Clowns und Tierlehrer heute und am Samstag um 16 und um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 8. April, finden Vorstellungen um 11 und 15 Uhr statt. Die Tierschau ist am Freitag und Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet, Sonntag gibt es keine Tierschau.

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