Premiere im Zirkus Charles Knie
Ein Ausbruch aus dem grauen Alltag

Ahlen -

Ganz schön frech, die Späße von Clown Henry. Und ganz schön spektakulär die Trapeznummern der „Flying Wulber“. Das und mehr gibt‘s im Zirkus Charles Knie zu sehen.

Freitag, 07.04.2017, 20:04 Uhr

Passend ins Licht gesetzt wird die Jonglage-Show der „Messoudi Brothers“. Die sind wenig später auch noch als Handstand-Artisten zu sehen.
Passend ins Licht gesetzt wird die Jonglage-Show der „Messoudi Brothers“. Die sind wenig später auch noch als Handstand-Artisten zu sehen. Foto: Peter Schniederjürgen

Einen Ausbruch aus dem grauen Alltag, verspricht Sascha Melnjak , Direktor des Zirkus Charles Knie , nicht nur – er hält es auch. Eine echte Spitzenshow präsentieren die Preisträger des Internationalen Zirkusfestivals in Monaco . Die gastieren seit Freitag auf dem Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz.

Charles Knie, das ist ein Zirkus, der alles bietet: Adrenalin, Humor, Staunen. Hier riecht man die Zirkusluft, hier sieht man die Kunst, die dahintersteckt. Schon von Weitem ist das gewaltige Zelt zu sehen.

Als sich der Vorhang hebt, wird’s gleich mystisch. Tolle Licht- und Nebeleffekte leiten die erste Nummer ein. Angekündigt von jungen Damen in spektakulären Kostümen, eröffnet Marek Jama mit seiner Kameldressur die Schau. Es kommen „Rindviecher“ dazu, wie sie hierzulande selten zu sehen sind. Die Hauptattraktion der Ausnahmedressur sind aber die Pferdenummern. Und wer sagt, es gebe keinen Pegasus, wird hier eines besseren belehrt. Die Dressuren laufen nur nach dem Belohnungsprinzip ab. Peitsche und Stock dienen lediglich zur Richtungsangabe für die tierischen Akrobaten.

Star bei jungen und alten Zuschauern ist immer der Clown. Hier natürlich auch: Der „Prinz der Clowns“, Henry aus Venezuela, zieht ganz schön freche Späße ab. Aber Achtung: Er holt sich gern „Freiwillige“ aus dem Publikum. Lacher und Applaus, natürlich von Henry persönlich dirigiert, belohnen die Mühen der seiner „Opfer“.

Clown Henry holt sich Unterstützung aus dem Publikum.

Clown Henry holt sich Unterstützung aus dem Publikum. Foto: Peter Schniederjürgen

Der Spruch „Bloß nicht nachmachen“ erübrigt sich bei Cesar Pindo aus Ecuador. Wie passt ein normal großer Mann in eine kleine Kiste? Der Südamerikaner zeigt es und verursacht mit seiner unglaublichen Beweglichkeit die Ahnung, dass er wohl keinen Knochen im Leib haben kann. Die Kontorsionistik, so der Fachausdruck, beschreibt das fast menschenunmögliche Verrenken nicht wirklich. Die Zuschauer können kaum glauben, was sie sehen.

Den Abschluss des ersten Teils bilden die „Flying Wulber“ am Flugtrapez. Trotz des erfreulicherweise gespannten Sicherungsnetzes, gibt’s hier Adrenalin pur schon beim bloßen Zuschauen. Gefährliche Sprünge, Würfe, Salti und Pirouetten sowie der weltberühmte „Salto Mortale“ gehören zum einmaligen Repertoire der sechs Akrobaten.

Wer dieses beeindruckende Programm sehen will, kann das am heutigen Samstag um 16 und um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 9. April, beginnen die Vorstellungen um 11 und 15 Uhr.

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