Haltepunkt Vorhelm
Bahnanschluss reaktivieren

Ahlen / Vorhelm -

Franz-Josef Buschkamp, Guido Gutsche und Henning Rehbaum werben für die Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts Vorhelm.

Samstag, 06.05.2017, 08:05 Uhr

Werben für einen Haltepunkt Vorhelm: Guido Gutsche, Henning Rehbaum und Franz-Josef Buschkamp (v.l.).
Werben für einen Haltepunkt Vorhelm: Guido Gutsche, Henning Rehbaum und Franz-Josef Buschkamp (v.l.).

Nach 19 Uhr und am Wochenende geht zwischen Ahlen und Vorhelm nicht mehr viel. Jedenfalls nicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dabei liege die Lösung doch auf der Hand, denken sich drei CDU-Vertreter, die sich im Kreis um die Verbesserung des ÖPNV-Angebots kümmern, denn schließlich führt die Bahnlinie Köln-Ruhrgebiet-Bielefeld direkt an Vorhelm vorbei. Und bis 1988 gab es im Ahlener Ortsteil auch noch eine Haltestelle der Bundesbahn, die der damalige Ortsausschussvorsitzende Heinz Paschert eigenhändig geschlossen hatte. Zehn Jahre zuvor war das Bahnhofsgebäude abgerissen worden.

Jetzt trafen sich Franz-Josef Buschkamp , Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Münsterland ZVM, Guido Gutsche , Mitglied des Regionalrats, und Henning Rehbaum, Sprecher in der CDU-Landtagsfraktion für den ÖPNV, um für die Wiederbelebung des Haltepunkts Vorhelm zu werben.

Dafür gibt es gute Gründe, meint Buschkamp. Denn inzwischen rücken die Nachteile des noch weiter zunehmenden Individualverkehrs ins Bewusstsein. Im Übrigen, so Buschkamp, zeigten die Beispiele von Drensteinfurt und Rinkerode, wie sehr kleinere Städte und selbst Ortsteile von einem Bahnanschluss profitierten. Die Politiker machen dafür die veränderte Einstellung in der Gesellschaft zu Verkehr und Klimaschutz, aber auch die Immobilienpreise in den Ballungszentren und eine zunehmend alternde Bevölkerung verantwortlich.

Buschkamp, bekannt als Vorkämpfer für die Schiene: „Wieso sollten wir nicht langfristig anstreben, Haltestellen des Schienenregionalverkehrs hier in unserem Kreis wiederzubeleben? Von Vorhelm aus wäre man mit dem Zug deutlich schneller in Hamm oder Dortmund als mit dem Pkw.“

Überlegungen, die auch der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Gutsche teilt. „In der heutigen modernen Lebensgestaltung wollen und müssen wir entspanntes Leben auf dem Land mit Arbeit, Kultur und Einkaufen im städtischen Raum verbinden. Ich werde mich dafür einsetzen, in der Regionalplanung wieder einen Bahnhaltepunkt in Vorhelm vorzusehen.“ Für den heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Rehbaum steht daher fest: „Das Münsterland darf gegenüber der Region Rhein-Ruhr nicht abgehängt werden. Damit Orte wie Vorhelm für Familien attraktiv bleiben, brauchen sie eine optimale Anbindung an die Großstädte. Ein eigener Bahnhaltepunkt wäre ein echtes Plus für Vorhelm.“

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