Pfingstival auf Haus Küchen
Der Geist der einen Kirche

Ahlen -

Eindrucksvolle Demonstration für die Einheit der Christen: Beim Pfingstival auf Haus Küchen waren Gläubige getreu des Mottos „voll begeistert“.

Montag, 05.06.2017, 17:06 Uhr

Mit Handauflegen segneten sich die Besucher des Pfingstivals zum Ende des Gottesdienstes gegenseitig.
Mit Handauflegen segneten sich die Besucher des Pfingstivals zum Ende des Gottesdienstes gegenseitig. Foto: Ralf Steinhorst

Dieses Mal passte das Wetter und so konnte der Geist von Pfingsten am Montagvormittag auf die Gläubigen der fünf christlichen Gemeinden beim Ökumenischen Pfingstival unter freiem Himmel herabkommen. „Voll begeistert“ war das Thema auf Haus Küchen und Begeisterung kam auch bei der Predigt von Pfarrer Markus Möhl auf, der sich die Vereinigung der christlichen Kirchen wünschte.

Schon im Vorjahr war das Pfingstival auf Haus Küchen geplant, doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung und ein Umzug in die St.-Bartholomäus-Kirche war kurzfristig fällig. „Schön, dass wir draußen feiern können“, zeigte sich dann auch Pfarrer Volkmar Schuster von der Evangelischen-Freikirchlichen Gemeinde erleichtert. Das Pfingstival war so gut besucht, dass noch zusätzliche Bestuhlung aufgestellt werden musste.

Pfingstival 2017

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  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst
  • „Voll begeistert“ auf Haus Küchen. Foto: Ralf Steinhorst

Hausherr Jörn Schulze Henne begrüßte die Gäste und gab einen Einblick in die Geschichte von Haus Küchen, das im 12. Jahrhundert gebaut wurde.

In seinem Eingangsgebet bat Pfarrer Willi Stroband von der katholischen Stadtpfarre St. Bartholomäus darum, dass die Menschen mit dem Pfingstgeist eine friedlichere Welt schaffen. Der syrisch-orthodoxe Pfarrer Josef Harman rief daraufhin auf aramäisch den Pfingstgeist an und segnete die Gläubigen mit Weihwasser, wobei er in traditionellem Ritus Blätter eines Walnussbaumes zur Hilfe nahm. Als Vertreter der griechisch-orthodoxen Gemeinde sang Simeon Sougaris auf Griechisch das Pfingstereignis.

Wenn der Heilige Geist jetzt nicht kommt, dann weiß ich es auch nicht.

Volkmar Schuster

„Wenn der Heilige Geist jetzt nicht kommt, dann weiß ich es auch nicht“, bilanzierte Volkmar Schuster die Aufrufe in drei Sprachen und überließ dann Pfarrer Markus Möhl von der Evangelischen Kirchengemeinde das Mikrofon, um für das Thema „Voll begeistert“ Feuer und Flamme zu entfachen. Er wies darauf hin, dass Pfingsten der Geburtstag der Kirche ist – der einen Kirche. Der Heilige Geist und auch der Wind entfachten Begeisterung. „Ganz schön viel auf einmal – deshalb gibt es ja auch zwei Feiertage“, nahm der Pfarrer es mit Humor, um dann ernsthaft seinen Wunsch zu äußern, diese eine Kirche sollte es wieder geben. „Was muss passieren, dass wir uns aufmachen, dass wir wieder eine einzige Kirche werden?“, redete er den Gläubigen ins Gewissen. Um dann am Ende von einem flammenden Appell zu sprechen. Wofür er einen sehr großen Applaus erhielt. „Das wär doch mal was, der Geist der einen Kirche entstand auf Haus Küchen“, konnte sich Pfarrer Willi Stroband anschließend eines Kommentars nicht entziehen.

Das wär doch mal was, der Geist der einen Kirche entstand auf Haus Küchen.

Pfarrer Willi Stroband

Den musikalischen Teil gestaltete die Pfingstival-Band und der Mädchenchor der syrisch-orthodoxen Kirche sang das „Vater Unser“ auf Aramäisch. Auch dieses Mal wurden die Christen mit in den Gottesdienst eingebunden. Sie verbrannten Weihrauchkugeln in dafür aufgestellten Kohlegefäßen. Zum Ende des Gottesdienstes segneten sich die Teilnehmer gegenseitig mit Handauflegen. Dem Gottesdienst schloss sich dann wieder ein gemütliches Beisammensein mit Speis und Trank an, dass der Reitverein auf Haus Küchen organisiert hatte.

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