Hommage an Johann Sebastian Bach
„Der liebe Gott der Musik“

Ahlen -

Überlänge hatte die Juni-Ausgabe der „Marktmusik in St. Bartholomäus“ am vergangenen Samstag. Mit der Bartholomäuskirche, dem „Barthelhof“ und dem Café Stubs gab es dieses Mal sogar drei Orte, an denen der Komponist Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt stand.

Dienstag, 06.06.2017, 20:06 Uhr

Das Vokalensemble Ahlen führte mit dem Kammerorchester St. Bartholomäus in der gut besetzten Kirche den Kantatengottesdienst Nr. 48 von Johann Sebastian Bach auf.
Das Vokalensemble Ahlen führte mit dem Kammerorchester St. Bartholomäus in der gut besetzten Kirche den Kantatengottesdienst Nr. 48 von Johann Sebastian Bach auf. Foto: Ralf Steinhorst

„Bachfest – rund um Bach “ lautete dementsprechend die Überschrift. „Schon 100 Jahre vor Bach gab es Kaffeehäuser – sie sind zu einer Lebenskultur geworden, die wir genießen“, begrüßte Stadtpfarrer Dr. Ludger Kaulig die Gäste bereits um 10.30 Uhr im Café Stubs. Denn dort begann das Bachfest mit einem Frühstück. Grund war, dass Johann Sebastian Bach 1734 die sogenannte Kaffeekantate Nr. 211 geschrieben hatte.

Anschließend führten das Vokalensemble Ahlen, das Kammerorchester St. Bartholomäus, Organist Winfried Appel sowie die Alt-Sängerin Belinda Och und Tenor Fabian Strotmann als Solisten in der Kirche den 4. Kantatengottesdienst Nr. 48 von Bach auf. Die Leitung der Kantate, die unter dem Thema „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ stand, hatte Kantor Andreas Blechmann inne. Aber auch die Kirchengemeinde wurde mit dem Lied „Heiliger Geist, o Tröster mein“ einbezogen.

In seiner Ansprache erinnerte Pfarrer Ludger Kaulig daran, dass die Stadt Leipzig der letzte Lebensmittelpunkt Bachs war. Der Kantor war verpflichtet, jeden Sonntag eine Kantate aufzuführen. Die für die „Marktmusik“ ausgewählte Kantate entsprach dem damaligen barocken Stil, das eigene Elend sichtbar und hörbar zu machen, weil man Adressaten hatte, die damit umzugehen wussten.

Der Genuss von Kaffee gehörte gerade in Leipzig als Zen­trum der Kaffeehauskultur ebenfalls zum Barock und damit zur Fülle des Lebens. Deshalb ging es dann auf die Wiese vor den „Bar­thelhof“ zum Kaffeetrinken, um 12.15 Uhr folgte in der St.-Bartholomäus-Kirche die Filmdokumentation „Johann Sebastian Bach, der liebe Gott der Musik“.

Mit Geschichten, Musik sowie Anekdoten rund um Bach fand das Bachfest wiederum im Café Stubs ab 15 Uhr seinen Abschluss. „Wir wollen die Zeit der Kaffeehäuser in Leipzig ins 21. Jahrhundert transferieren“, betonte Kantor Andreas Blechmann. Das gelang ihm als Vater und der als Tochter Liesgen fungierenden Ilse Blomberg in ihren historischen Gewändern sowie Moderatorin Jenny Hartmann mit der Aufführung der Kaffeekantate zweifellos.

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