Baustart für die Marktplatz-Sanierung
Anliegern steht „harte Zeit“ bevor

Ahlen -

Der Aushub der ersten Baugrube für die Sanierung der Kanalisation markierte gestern den Auftakt zur Umgestaltung des Marktplatzes. Bis Ende 2018 – mit Unterbrechung für den diesjährigen „Ahlener Advent“ – werden die Arbeiten dauern.

Dienstag, 18.07.2017, 08:07 Uhr

Gemeinsam mit Baurat Andreas Mentz (l.), Stadtwerke-Chef Hans Jürgen Tröger (4.v.r.) sowie den leitenden Mitarbeitern von Umweltbetrieben, Wirtschaftsförderung und Tiefbaufirma besichtigte Bürgermeister Alexander Berger (2.v.r.) am Montagmittag die Baustelle.
Gemeinsam mit Baurat Andreas Mentz (l.), Stadtwerke-Chef Hans Jürgen Tröger (4.v.r.) sowie den leitenden Mitarbeitern von Umweltbetrieben, Wirtschaftsförderung und Tiefbaufirma besichtigte Bürgermeister Alexander Berger (2.v.r.) am Montagmittag die Baustelle. Foto: Peter Harke

Selbst zur Schaufel greifen musste Bürgermeister Dr. Alexander Berger nicht mehr. Den ersten Spatenstich – und das nicht nur symbolisch – hatten Stunden zuvor bereits Ludger Rösner und Johannes Kappert vorgenommen. Als der Verwaltungschef und sein Begleittross in der Mittagszeit zum Pressetermin anrückten, standen die beiden Arbeiter von der Münsteraner Tiefbauunternehmung Hubert Riesenbeck schon fast bis zu den Schultern in der Erde neben dem Haus Pieper. Damit war der Startschuss zur Renovierung von Ahlens „guter Stube“ unübersehbar gefallen. „Jetzt geht‘s endlich los!“, freute sich Dr. Berger.

Stadtbaurat Andreas Mentz wollte den Ausdruck „endlich“ ein wenig relativieren. Er erinnerte daran, dass das erste verwaltungsinterne Ar­beitsgespräch, in dem die Umgestaltung des Marktplatzes angedacht wurde, im Oktober 2015 stattgefunden habe, vor eindreiviertel Jahren also. „Rekordverdächtig“ sei diese kurze Vorlaufzeit, fand Mentz und dankte noch einmal der Bevölkerung für die aktive Mitwirkung an der Planung, so bei der Abstimmung über das künftige Pflaster. Auch die „gute Kommunikation mit den Anrainern“ lobte der Beigeordnete. Ihnen, da wollte Mentz nicht um den heißen Brei herumreden, stehe eine „harte Zeit“ bevor. Man werde jedoch alles dafür tun, um die Belastung auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen. Die Geschäfte und Gaststätten am Markt würden während der gesamten Bauzeit jederzeit erreichbar bleiben.

An einem Plan erläuterte Robert Reminghorst von den Ahlener Umweltbetrieben, wie nun zunächst beim Kanalbau vorgegangen wird. Ei­ne in Teilen überfällige Maßnahme, die ältesten Rohre stammen aus dem Jahr 1911. Abschnittweise, beginnend auf der Südseite, werden ca. 45 Meter Mischwasserkanal in offener und ca. 86 Meter in geschlossener Bauweise saniert. Defekte Hausanschlüsse werden ebenfalls erneuert. Bis Ende August soll das über die Bühne sein, dann übernehmen die Stadtwerke die Regie, um Strom-, Gas- und Wasserleitungen auszutauschen. Als besonderes Bonbon und „Pilotprojekt“ kündigte Stadtwerke-Chef Hans Jürgen Tröger an, dass in jedes Haus LWL-Leerrohre im Vorgriff auf eine spätere Breitbandversorgung verlegt werden – kostenlos für die Eigentümer, die das wünschen. Auch für den Bürgermeister hatte Tröger noch ei­ne Überraschung, ihm überreichte er einen Gutschein für einen Trinkbrunnen, den die Stadtwerke spendieren wollen.

Ende November werden Bagger und Baufahrzeuge erst einmal wieder das Feld räumen, für den „Ahlener Advent“. Auch die fünf „Tralla-City“-Veranstaltungen ab Freitag dieser Woche werden von den Ar­beiten nicht tangiert. „Nur ,Ahlen karibisch‘ lagern wir zum Rathausparkplatz aus“, kündigt Stadtmarketingleiter Carlo Pinnschmidt an. Im nächsten Jahr werden allerdings auch „Tralla-City“ und das Stadtfest ausweichen müssen, wahrscheinlich zum Marienplatz, denn im Januar beginnt ja erst der eigentliche oberirdische Umbau des Platzes.

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