SPD muss Wahlplakate wieder abhängen
Vier sind zwei zu viel

Ahlen -

Die Ahlener SPD wird einen Teil ihrer Wahlwerbung wieder entfernen müssen. An vorgegebenen Lichtmasten und Straßenbäumen hätten nur jeweils zwei Plakate installiert werden dürfen und nicht vier. Die Ordnungsbehörde reagierte auf Intervention anderer Parteien.

Sonntag, 20.08.2017, 21:08 Uhr

Zwei vorne, zwei hinten – zwei zu viel. Deshalb müssen zwei jetzt wieder weg.
Zwei vorne, zwei hinten – zwei zu viel. Deshalb müssen zwei jetzt wieder weg. Foto: Ulrich Gösmann

Die Genossen müssen wohl noch einmal ran an ihre Wahlplakate, kaum dass sie hängen. Des Guten zu viel, intervenierten andere Parteien am Tag unserer Berichterstattung und machten gleich Meldung bei der Stadt – im Sinne der Gleichstellung.

Quer liegt ihnen die Vierer-Variante an Lichtmasten und Straßenbäumen. Vier pro Standort – das ginge nicht. Was Silke Fischer , Sachbearbeiterin Wahlen aus der städtischen Ordnungsabteilung, am Freitag im Redaktionsgespräch bestätigt – und aus der Vorlage zur „Wahlsichtwerbung im öffentlichen Raum“ zitiert, die die Parteien vor den Sommerferien selbst beschlossen hätten. 260 Standorte mit maximal 520 Plakaten (Vorder- und Rückseite) seien erlaubt. Maximale Größe: DIN A 0. Ein Baum, ein Standort: Vorne und hinten dürfe ein Plakat hängen, eben maximal A 0. Die Stadt habe die SPD inzwischen aufgefordert, den rechtmäßigen Zustand herzustellen.

Dessen Stadtverbandsvorsitzender Steven Scholle will es zunächst nicht glauben, erklärt nach Rücksprache mit der Stadt, wohl wirklich noch einmal die Runde machen zu müssen. „Zweimal DIN A 1 quer wäre gegangen. Das ergibt DIN A 0. Zweimal DIN A 1 hoch aber nicht.“ Auf logischer Ebene müsse er das nicht verstehen. In der Kommunikation mit einem städtischen Sachbearbeiter habe es anscheinend ein Missverständnis gegeben. Nichtsdestotrotz: Wo die Vierer hängen, baue seine Partei natürlich zurück. Was allerdings nicht in zwei Tagen zu bewerkstelligen sei. „Wir haben alle Hände, die mit anpacken können, in zwei Großveranstaltungen.“ Er hoffe diesbezüglich bei der Stadt auf Verständnis – und auch bei den Kollegen anderer Couleur.  Scholle: „Ich denke, dass wir das im Laufe der nächsten Woche irgendwie schaffen.“

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