SPD bessert Plakatwerbung nach
„Kleinkarierte Katzenkirmes“

Ahlen -

Zuerst hingen sie untereinander, jetzt nebeneinander. Die Ahlener SPD positioniert ihre Werbeplakate neu. Reaktion auf eine städtische Verfügung, den „ordnungsgemäßen Zustand“ herzustellen.

Dienstag, 22.08.2017, 06:08 Uhr

„Untereinander“ Daumen runter, zeigt Fabian Recker. Bei Michelle Friedel und Hans-Jürgen Metzger gehen sie nebeneinander hoch. Drei Werktage bleiben den Genossen, um ihre 38 Plakatstandorte nachzubessern.
„Untereinander“ Daumen runter, zeigt Fabian Recker. Bei Michelle Friedel und Hans-Jürgen Metzger gehen sie nebeneinander hoch. Drei Werktage bleiben den Genossen, um ihre 38 Plakatstandorte nachzubessern. Foto: Ulrich Gösmann

„Kleinkarierte Katzenkirmes“ – schüttelt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Hans-Jürgen Metzger mit dem Kopf, kriegt dann aber doch das Grinsen ins Gesicht: So viel Aufmerksamkeit hätten Wahlplakate wohl noch nie erzielt. Die Genossen steuern seit Montag noch einmal ihre Standorte an, um – wie die städtische Ordnungsabteilung angeordnet habe – den „ordnungsgemäßen Zustand wieder herzustellen.“ Was bis Mittwoch passieren müsse.

„Ich zeige wenig Verständnis für diese kleinkarierte Katzenkirmes“, wird Metzger deutlich. Und: „Es erschließt sich uns nicht, dass zweimal DIN A 1 längs verboten ist, quer aber erlaubt.“ Die Größe sei doch die Gleiche.

Zwei nebeneinander. So hängen sie jetzt.

Zwei nebeneinander. So hängen sie jetzt. Foto: Ulrich Gösmann

Zwei hängen lassen, zwei entfernen? Nichts da. Die Genossen wollen sich mit der einfachsten Lösung nicht begnügen. Wollen es „allen zeigen“. „Aufwand pur“, sagt Juso-Vorsitzender Fabian Recker und holt – unterstützt von Michelle Friedel und dem Fraktionsgeschäftsführer – zwei große Leitern aus dem SPD-Mobil.

Diesmal muss es der große Wagen sein, weil die dreistufige Trittleiter nicht mehr reicht, um auf Höhe zu kommen. „Knips“ für „Knips“ werden die Kabelbinder von der Vierer-Variante gelöst und neu zusammengestellt. Aus dem Untereinander wird ein Nebeneinander – und in der Summe ein klassisches DIN A 0-Format. Möglichst hoch geht‘s zurück an den Lichtmast, um Sicht- und Verkehrsbehinderungen auszuschließen.

Zwei untereinander. So hingen sie vorher.

Zwei untereinander. So hingen sie vorher. Foto: Ulrich Gösmann

Wie hoch sie nun hängen müssen? Metzger lacht: „Dafür gibt‘s demnächst wohl auch noch Vorschriften.“ Verrückt sei nur, dass die SPD eine der ersten gewesen sei, die sich für diese „vernünftige Lösung“ stark gemacht habe, um städtische Kosten zu minimieren. „Und dann bekommen wir das jetzt als Dankeschön.“ Drei Werktage bleiben den drei Genossen, um ihre Leitern an 38 Standorten auszupacken. „Das schaffen wir“, scherzt Metzger. Schließlich habe er Urlaub. Und was gebe es da Schöneres als dieses. . .

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