Eröffnungsparty auf „Westfalen“
Schnupperstunde im „Shim Sham“

Ahlen -

Die „Goldenen Zwanziger“ leben wieder auf: Mit einer Schnupperstunde ging das „Shim Sham“ auf dem Ahlener Zechengelände an den Start.

Montag, 04.09.2017, 15:15 Uhr aktualisiert: 04.09.2017, 15:20 Uhr
Die Tanzlehrer Teresa Lukasiewicz und Matthew Pait übten mit den Gästen in einer Schnupperstunde den „Lindy Hop“ ein. Einige Besucher waren aber auch nur zum Zuschauen ins „Shim Sham“ gekommen.
Die Tanzlehrer Teresa Lukasiewicz und Matthew Pait übten mit den Gästen in einer Schnupperstunde den „Lindy Hop“ ein. Einige Besucher waren aber auch nur zum Zuschauen ins „Shim Sham“ gekommen. Foto: Reinhard Baldauf

Ein heftiger Regen- und Hagelschauer verzögerte am Samstagabend die Einweihung des Tanzparketts im Lokschuppen auf der „Zeche Westfalen“. Doch dann strömten die Pärchen zur Schnupperstunde der Tanzschule „Shim Sham“, deren Kurse heute beginnen. Die Tanzlehrer Teresa Lukasiewicz (Schweiz) und Matthew Pait (USA) übten mit den Gästen „Lindy Hop“ ein. Einige Besucher schauten aber auch einfach nur interessiert zu.

Die neue Tanzschule hat sich der Musik aus den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhundert verschrieben. Neben Teresa Lukasiewicz und Matthew Pait unterrichten noch Isabelle Jaschke (Deutschland) und Eran Tobi (Israel) „Lindy Hop“ und „Charleston“ sowie „Balboa“ und „Authentic Solo Jazz“, Blues und „Collegiate Shag“.

Bei etwas Damenüberschuss mussten einige Frauen zusammen tanzen, was aber zum Beispiel Birgit Schneider und Sabrina Prause nichts ausmachte. Für Sabrina war es der erste Besuch im „Shim Sham“, obwohl es schon zuvor Schnupperabende gegeben hatte: „Ich habe es leider nie geschafft.“ Ihre Motivation zum Besuch der Tanzschule: „Ich tanze für meine Leben gerne – mein Freunde leider nicht.“ Und auf Partys hätten die Männer meistens keine Lust zum Tanzen.

Tanzen im Stil der „Goldneen Zwanziger“.

Tanzen im Stil der „Goldneen Zwanziger“. Foto: Reinhard Baldauf

Auch bei Birgit Schneider ist der Ehemann nicht so richtig zu begeistern. „Ich finde es einfach gut, mich wieder bewegen zu können und dass ich dafür in keine Gymnastikgruppe muss“, lachte sie. Sehr freute sie sich darüber, dass die Tanzschule im Ahlener Osten angesiedelt wurde. So könne man hier neue Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen.

Doris und Peter Lutter schauten sich die Schnupperstunde interessiert an. Sie sehen das „Shim Sham“ als einen Treff für Szene-Tanzstile, die schon älter sind. „Die kann man gut auch noch modern tanzen“, meinte Peter Lutter, der das ganze als „gute Idee und gute Lokalität“ bezeichnete. „Ich finde es total gut, dass so etwas angeboten wird“, ergänzte Ehefrau Doris. Reiner Müller, der sich interessiert mit dem Paar unterhielt, war gekommen, um „zu schauen, was abläuft“.

Nach der Schnupperstunde folgte eine Party zum Start der Tanzkurse. Dazu waren auch viele auswärtige Gäste gekommen, die oft ein solches Angebot in ihren Städten vermissen und nicht extra nach Münster, Dortmund oder Bielefeld fahren wollen. Zum Teil waren sie im Stil der „Goldenen 20er Jahren“ gekleidet. Dazu passte der industrielle Charme des Lokschuppens.

So geht‘s...

So geht‘s... Foto: Reinhard Baldauf

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