Brennerei Schulze Rötering
Auch in Berlin wird Ahlener Korn getrunken

Ahlen -

Ein Probierschluck gehörte dazu – zum Auftakt des 250-jährigen Jubiläums der Brennerei Schulze Rötering.

Mittwoch, 04.10.2017, 17:10 Uhr

In der Brennerei übernahm Firmenchef Martin Schulze Rötering beim „Tag der offenen Tür“ selbst die Führung. Danach lud er die Teilnehmer zum Probieren des umfangreichen Likör- und Schnapssortiments ein.
In der Brennerei übernahm Firmenchef Martin Schulze Rötering beim „Tag der offenen Tür“ selbst die Führung. Danach lud er die Teilnehmer zum Probieren des umfangreichen Likör- und Schnapssortiments ein. Foto: Reinhard Baldauf

„Wir setzen auf hochwertige Produkte.“ Das ist das Credo von Martin Schulze Rötering, der am Sonntag und Dienstag aus Anlass des „Tags der offenen Tür“ etliche Hundert Besucher durch die Brennerei auf dem Hof am Prozessionsweg führte und sie anschließend auf einen Probierschluck einlud.

Bei der Gelegenheit erfuhren die Gäste nicht nur, dass seit 250 Jahren auf dem Hof vor den Toren der Stadt gebrannt wird, sondern auch, dass der westfälische Weizenkorn derzeit eine Renaissance erlebt. Allerdings nicht in der Billigversion, sondern als Qualitätsprodukt, das seinen Preis habe. Dazu setzt der Kornbrenner Malz aus eigener Herstellung ein. Weil Methanol nur in geringer Menge zugesetzt werde, sei der Korn auf der Zunge erstaunlich mild.

„Der Alkohol macht den Korn bitter“, erläuterte Martin Schulze Rötering. Und Rachenputzer sind in der Kundschaft der Ahlener Brennerei nicht gefragt. Wenn Münsterländer Korn sogar in Szenekneipen und Restaurants in Hamburg und Berlin ausgeschenkt werden, müsse wohl etwas dran sein.

Das gilt auch für den Orangengeist auf Basis mallorquinischer Orangen, pur oder auch mit Tonic Water, von dem Genussbotschafter Boris Burat behauptet, dass er das Zeug zum Lieblingsgetränk der Queen habe. Anschließend durfte jeder Teilnehmer der Führung mal kosten, erst pur und danach mit Tonic Water verlängert, und sich dabei einmal wie die Queen fühlen.

In der Brennerei ist währenddessen der Brennereimeister und Firmenchef ganz in seinem Element und erklärt die Funktion der blitzblank geputzten 20 Meter hohen Brennsäule aus Kupfer und die weiteren Produktionsschritte bei der Herstellung von Gin und Wacholder. Seine Begeisterung überträgt sich auch auf die Zuhörer. Parallel läuft über ihren Köpfen ein Video, in dem der Betrieb in seiner ganzen Bandbreite vorgestellt wird. „Wir produzieren alles selbst“, unterstreicht der vierfache Familienvater, der den Hof in der sechsten Generation führt. Der benötigte Weizen werde ebenso angebaut wie die Erdbeeren für den beliebten und schmackhaften Erdbeergeist.

Die eigene Wertschöpfungskette ist ein Markenzeichen der münsterländischen Brennerei mit dem Herstellerhinweis „Made in Ahlen“. Und dass der Hof Schulze Rötering mit seinen diversen gastronomischen und touristischen Angebotsfacetten weit über Ahlen hinaus ein attraktives Ziel ist, zeigen die zahlreichen Besucher, die aus dem gesamten Münsterland und dem angrenzenden Ruhrgebiet angereist sind. „Wir erfreuen uns auch zunehmender Beliebtheit bei Fahrradtouristen“, so Schulze Rötering. Und bei der Empfehlung für eine Unterkunft arbeite man eng mit Hotels in der Umgebung wie dem Landhotel Bartmann oder der Waldmutter zusammen.

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